Raketen in der Nähe des Präsidentenpalastes in Kabul | Aktuell Welt | DW

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Live-Aufnahmen eines Fernsehsenders zeigten, wie die Raketen während der Gebete anlässlich des Beginns des muslimischen Festes Eid al-Adha einschlugen. Der afghanische Präsident Aschraf Ghani und andere Gläubige in seiner Umgebung setzten demnach ihre Gebete trotz mehrerer lauter Explosionen fort. Berichte über mögliche Verletzte gibt es bislang nicht. Auch wer für den Raketeneinschlag verantwortlich ist, war unklar.

Taliban rücken vor

Seit Wochen rücken die radikal-islamischen Taliban in Afghanistan vor. Bereits jetzt kontrollieren die Radikalislamisten rund die Hälfte der 400 Bezirke im Land und mehrere strategisch wichtige Grenzübergänge. Gespräche zwischen ihnen und der Regierung in Kabul über eine Aussetzung der Offensive während des Opferfestes waren ergebnislos geblieben.

Aschraf Ghani

Präsident Aschraf Ghani setzte seine Gebete trotz mehrerer lauter Explosionen fort (Archivbild)

Dem Vormarsch der Extremisten war der Beginn des Abzuges ausländischer Truppen vorausgegangen. Von 1996 bis zu ihrem Sturz durch die US-geführten Truppen 2001 hatten die Taliban Afghanistan beherrscht und die Menschenrechte massiv beschnitten.

Die USA intervenierten in Afghanistan an der Spitze eines NATO-Bündnisses kurz nach den Anschlägen vom 11. September 2001. Bis Ende August sollen alle US-Truppen abgezogen werden. Die Bundeswehr, die in Kundus im Norden stationiert war, hatte bereits am 30. Juni ihren Einsatz beendet.

nob/sti (rtr, afp)




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