Raketenangriff auf Jerusalem | Aktuell Nahost | DW

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Kurz nach Ablauf eines Ultimatums der islamistischen Hamas haben militante Palästinenser mehrere Raketen aus dem Gazastreifen auf Israel abgefeuert. Nach Angaben der Armee gab es in angrenzenden Gebieten sowie in den Städten Jerusalem, Beit Schemesch, Aschkelon und Sderot Luftalarm.

Sieben Raketen seien abgeschossen worden, teilte das Militär mit. Eine sei vom Abwehrsystem Eisenkuppel abgefangen worden. Nach Angaben der israelischen Polizei gab es einige Einschläge in der Nähe von Jerusalem. Die radikal-islamische Hamas bekannte sich zu einem der Angriffe. Berichte über Schäden oder Verletzte lagen zunächst nicht vor.

Israel | Unruhen in Jerusalem

Steine werfende Palästinenser: Die Polizei setzte Blendgranaten ein

Ein Sprecher der im Gazastreifen herrschenden Hamas hatte Israel ultimativ aufgefordert alle Polizisten aus Teilen Jerusalems abzuziehen. Außerdem müssten alle im Rahmen der jüngsten Konfrontationen festgenommenen Palästinenser freigelassen werden.

Am Morgen war es auf dem Tempelberg in der Jerusalemer Altstadt zu den schwersten Auseinandersetzungen zwischen Palästinensern und der Polizei seit Jahren gekommen. Vor der Al-Aksa-Moschee setzten Polizisten Blendgranaten, Tränengas und Gummigeschosse gegen Steine werfende Palästinenser ein. Palästinensische Rettungskräfte sprachen von mehr als 300 Verletzten. Nach Polizei-Angaben wurden fast zwei Dutzend Beamte verletzt.

Israel | Unruhen in Jerusalem

Nach Angaben von Rettungskräften wurden 300 Menschen verletzt

Die Ausschreitungen ereigneten sich wenige Stunden vor einem für den Nachmittag geplanten Marsch von Juden zur Erinnerung an die israelische Besetzung von Ost-Jerusalem im Sechs-Tage-Krieg 1967. Aus Sicherheitsgründen wurde der Marsch jedoch kurzfristig abgesagt. Auch die Klagemauer wurde wegen der Unruhen geräumt.

Seit dem Beginn des muslimischen Fastenmonats Ramadan ist die Lage im Westjordanland und im arabisch geprägten Ostteil von Jerusalem angespannt. Viele Palästinenser sind zornig, weil die Polizei Bereiche der Altstadt abgesperrt hatte, um Versammlungen zu verhindern. Zudem drohen einigen palästinensischen Familien im Stadtteil Scheich Dscharrah Wohnungsräumungen durch israelische Behörden.

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Maas fordert zur Zurückhaltung auf

Bundesaußenminister Heiko Maas rief Israel und die Palästinenser zur Zurückhaltung auf. “Alle Seiten” müssten “in dieser wirklich explosiven Lage deeskalieren”, sagte Maas nach Beratungen der EU-Außenminister in Brüssel. Er begrüßte dabei, dass Israel entschieden habe, “dass der Tempelberg im Zugang beschränkt werden soll”.

Der luxemburgische Außenminister Jean Asselborn sprach sich für eine deutlich stärkere Reaktion der EU aus. Das Thema müsse wieder ganz oben auf die Tagesordnung der EU gesetzt werden. Die Europäer hätten “eine Verpflichtung”, sagte er. In New York kam der UN-Sicherheitsrat kam zu einer Dringlichkeitssitzung zusammen. Auf eine gemeinsame Erklärung konnten sich die Ratsmitglieder nicht einigen.

uh/qu (dpa, rtr, afp)

 

 




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