Raketenangriffe auf US-Botschaft im Irak | Aktuell Nahost | DW

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Vier Raketen des Typs Katjuscha schlugen in dem streng gesicherten Gebiet in Bagdad ein, in dem sich das Regierungsviertel sowie die Botschaften der USA und anderer Länder befinden. Nach Angaben der irakischen Armee wurden insgesamt sieben Raketen aus dem Südosten der Hauptstadt abgefeuert. Eine weitere traf beinahe ein Krankenhaus in Bagdad, eine andere schlug am Eingang eines Parks ein. Die siebte explodierte in der Luft. Bei den Angriffen starb ein junges Mädchen, fünf Zivilisten wurden verletzt.

Geheimdienste bestätigen Angriff auf US-Botschaft

Augenzeugen berichteten von roten Leuchtsignalen am Himmel nach den Explosionen, ein Zeichen dafür, dass das Raketenabwehrsystem C-RAM der US-Botschaft eingesetzt wurde. Ein Sprecher der US-geführten Anti-IS-Koalition im Irak teilte mit, irakische Geheimdienste hätten einen Angriff auf die US-Botschaft bestätigt. Zum Einsatz des C-RAM-Systems wollte er sich nicht äußern.

Irakische Sicherheitsmitarbeiter sprachen vom ersten Anschlag auf die diplomatische Vertretung der USA in Bagdad, seit pro-iranische Milizen im Land vor einem Monat zugesagt hatten, die Attacken auf das US-Gelände zu stoppen. Washington hatte zuvor mit der Schließung der Botschaft gedroht, sollten die Angriffe nicht aufhören.

Irak | Gewaltsame Proteste auf dem Gelände der US Botschaft

Anfang des Jahres gab es vor dem Botschaftsgelände schwere Zusammenstöße zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften

Seit Oktober vergangenen Jahres wurden im Irak fast 90 tödliche Anschläge mit Raketen und Bomben auf ausländische Botschaften, Truppen und Einrichtungen verübt. Die USA machten dafür wiederholt pro-iranische Milizen wie die schiitischen Hisbollah-Brigaden verantwortlich.

Der Raketenangriff vom Dienstag erfolgte nur wenige Stunden nach einem Telefonat von US-Außenminister Mike Pompeo mit dem irakischen Ministerpräsidenten Mustafa al-Kadhemi. Nahezu zeitgleich mit der Attacke kündigten die USA die Reduzierung ihrer Truppen im Irak und in Afghanistan auf jeweils 2500 Soldaten bis zum 15. Januar an.

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se/fab (afp, ap, rtr, dpa)




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