Rechtsextremer Aufmarsch in Polens Hauptstadt Warschau | Aktuell Europa | DW

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Die Demonstranten haben Fahnen in den Landesfarben weiß-rot getragen und “Gott, Ehre und Heimatland” gesungen. Auf Plakaten waren Slogans wie “Verteidigen wir unsere Zivilisation” zu sehen. Einige warfen Steine, schossen Feuerwerkskörper ab und zündeten bengalische Feuer. Die Warschauer Polizei war mit einem Großaufgebot im Einsatz, sie setzte nach eigenen Angaben Tränengas und Gummigeschosse ein. Auf Twitter teilte die Polizei mit, sie werde “Zwangsmaßnahmen” einsetzen, “um die Rechtsordnung wiederherzustellen”.

Corona-Maßnahmen ignoriert

Der liberale Bürgermeister der Stadt, Rafal Trzaskowski hatte den diesjährigen Unabhängigkeitsmarsch wegen der Corona-Pandemie verboten. Auch die polnische Regierung hatte die Menschen aufgefordert, nicht daran teilzunehmen – ohne Erfolg: Tausende Menschen gingen auf die Straße. Viele trugen keine Mund-Nasen-Bedeckung und ignorierten die Aufforderung der Polizei, die notwendigen Abstände einzuhalten.

Demonstrationszug in rotem Licht (Wojtek Radwanski/AFP/Getty Images)

Abstand halten ist hier kaum möglich, aber wohl auch nicht gewünscht

In diesem Jahr lautete das Motto: “Unsere Zivilisation, unsere Regeln”. Das Plakat zeigt dazu einen Ritter, der einen roten und regenbogenfarbenen Stern zerstört – eine Anspielung auf Kommunismus, Sozialismus und die LGBT-Gemeinschaft von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgender-Menschen.

Der Tag der Unabhängigkeit am 11. November wird in Polen als Nationalfeiertag begangen. An diesem Tag im Jahr 1918 hatte Jozef Pilsudski in Warschau den Oberbefehl über die polnischen Truppen übernommen und die Unabhängigkeit ausgerufen. In den vergangenen Jahren gab es während des Unabhängigkeitsmarsches wiederholt schwere Ausschreitungen.

fab/kle (afp, dpa)




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