Rechtsradikaler will französischer Präsident werden | Aktuell Europa | DW

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Der ehemalige Journalist, der für seine rigorose Anti-Migrationspolitik bekannt ist, kündigte seine Kandidatur in einer Videobotschaft an. Frankreich sei nicht mehr Frankreich, es gebe ein Gefühl der Enteignung und man müsse sich gegen einen Austausch der Bevölkerung wehren, sagte der umstrittene Populist.

Der aus einer algerisch-jüdischen Familie stammende Journalist mischt seit Wochen den Vorwahlkampf in Frankreich auf. In den Umfragen überholte er zeitweise die Rechtspopulistin Marine Le Pen, die 2017 in der Stichwahl Emmanuel Macron unterlag. Zemmour galt schon seit Längerem als möglicher Herausforderer von Amtsinhaber Macron. Zuletzt geriet die Kampagne des 63-Jährigen aber ins Stocken.

Kritik am Islam

„Lange Zeit war ich mit der Rolle des Journalisten zufrieden … aber ich vertraue nicht mehr darauf, dass ein Politiker den Mut haben wird, das Land vor dem tragischen Schicksal zu bewahren, das es erwartet“, sagte Zemmour.

Seine scharfe Kritik am Islam und an der Einwanderung hat ihm sowohl Unterstützung aus der Wählerschaft der etablierten rechtsextremen Partei Rassemblement National von Le Pen als auch der konservativen Rechten gebracht, aber auch andere politische Lager gegen ihn aufgebracht.

Zuletzt am Wochenende hatte er wieder angeeckt und für einen Eklat gesorgt. Nach einem turbulenten Wahlkampfauftritt in Marseille wurde Zemmour fotografiert, wie er einer Demonstrantin, die ihm den Mittelfinger zeigte, die gleiche beleidigende und obszöne Geste entgegnete.

uh/qu (afp, rtr, dpa)




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