Rekord-Kahlschlag am Amazonas | Aktuell Amerika | DW

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Unter dem populistischen Staatspräsidenten Jair Bolsonaro schreitet die Zerstörung des Regenwaldes in Brasilien weiter dramatisch voran: Allein im Mai wurden im dortigen Amazonasgebiet 1180 Quadratkilometer* abgeholzt, wie die jüngste Auswertung von Satellitenbildern des Nationalen Instituts für Weltraumforschung (Inpe) ergab.

Dies entspricht – im Vergleich zum Vorjahresmonat – eine Zunahme um gut 40 Prozent. Zudem war es der dritte monatliche Negativrekord in Folge. Zur besseren Einordnung: 1180 Quadratkilometer – das ist etwas mehr als die Gesamtfläche Hongkongs.

“Besonders besorgniserregend”

Der neue Mai-Rekord sei “besonders besorgniserregend, weil dieser Monat den Beginn der Trockenzeit markiert, die mit einer Intensivierung der Zerstörung eines großen Teils des Amazonaswaldes einhergeht”, erklärte die Klima-Beobachtungsstelle, ein Netzwerk von Nichtregierungsorganisationen.

Die Umweltschützer werfen dem seit Januar 2019 amtierenden Bolsonaro eine Begünstigung illegaler Rodungen vor. Er habe ein Klima geschaffen, in dem sich Farmer immer mehr zur Landnahme für die landwirtschaftliche Nutzung ermutigt fühlten, heißt es. Zugleich schwächte Bolsonaro die Umwelt- und Kontrollbehörden des größten südamerikanischen Landes.

Brasilien Präsident Jair Bolsonaro

Befürwortet die Öffnung Amazoniens für die wirtschaftliche Ausbeutung: Präsident Jair Bolsonaro

Der Amazonas-Regenwald gilt als “grüne Lunge” der Erde – er ist für den Klimaschutz von zentraler Bedeutung. Die Bäume können CO2 aufnehmen und speichern. Wenn sie jedoch abbrennen, absterben oder abgeholzt werden, gelangt das Treibhausgas wieder in die Atmosphäre.

*) bis 28.05.2021

wa/ml (dpa, afp)




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