Reste der Hochhausruine in Florida gesprengt | Aktuell Amerika | DW

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Die Instabilität der Ruine sei gefährlich gewesen und habe den Fortschritt des Bergungseinsatzes in den Trümmern des vor elf Tagen eingestürzten Gebäudeteils beeinträchtigt, hatte die Bürgermeisterin des Bezirks Miami-Dade, Daniella Levine Cava, zuvor gesagt. Durch den Sturm „Elsa“ waren auch die noch stehenden Teile des Hochhauses in Surfside nördlich von Miami Beach vom Einsturz bedroht.

Dies wiederum stellte eine Gefahr für die Bergungsmannschaften dar, wenn sie in den Trümmern nach Verschütteten suchten, wie Cava erläuterte. Der Bergungseinsatz werde aber fortgesetzt, sobald Sektionen der Unglücksstelle nach der Sprengung und dem Sturm sicher seien.

USA | Teilweise eingestürztes Wohnhaus in Florida gesprengt

Das Gebäude sackt in sich zusammenn

Anwohner des Stadtviertels von Surfside im US-Bundesstaat Florida waren bereits vor der Sprengung aufgefordert worden, in ihren Häusern zu bleiben und Türen und Fenster zum Schutz vor Staub und kleineren Partikeln geschlossen zu halten.

Der Such- und Rettungseinsatz in den Trümmern, unter denen noch verschüttete Menschen vermutet werden, war am Samstag unterbrochen worden. Er sollte nach der Sprengung wieder anlaufen und ausgeweitet werden. Es gibt es allerdings kaum noch Hoffnung, Überlebende in der Ruine zu finden.

USA | Teilweise eingestürztes Wohnhaus in Florida gesprengt

Die Trümmer verschwinden in einer riesigen Staubwolke

Nach dem Unglück hatten die Bewohner des noch stehenden Gebäudeteils aus Sicherheitsgründen nicht mehr zurück in ihre Wohnungen gedurft – auch nicht, um persönliche Gegenstände herauszuholen. Zunächst hatten die Behörden erklärt, die Abrissarbeiten könnten mehrere Wochen dauern.

Die Sprengung wurde schließlich aus Sorge um die Stabilität der Ruine wegen des nahenden Tropensturms vorgezogen. Ausläufer des Sturms „Elsa“ mit möglicherweise heftigen Windböen und starkem Regen werden ab Montagabend im Süden Floridas erwartet.

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Einsturzursache unklar

Der betroffene zwölfstöckige, als Champlain Towers bekannte Komplex in Surfside war in der Nacht zum 24. Juni teilweise eingestürzt. Die genaue Unglücksursache ist weiterhin unbekannt. Ein Gutachten hatte aber bereits 2018 „große strukturelle Schäden“ an dem 1981 fertiggestellten Gebäude mit rund 130 Wohneinheiten festgestellt, sowie Risse und Abbröckelungen im Keller. Ein Experte führte viele der Schäden auf die salzhaltige Meeresluft zurück. Dass das Gebäude einsturzgefährdet sei, schrieb er aber nicht.

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Überreste der Ruine nach der Sprengung, mit Planen abgedeckt

Seit dem Kollaps des Gebäudes wurde fast rund um die Uhr mit Spürhunden, Spezialkameras und schwerem Gerät nach Verschütteten gesucht. Inzwischen wurden 24 Tote geborgen. Mehr als 120 Menschen gelten weiterhin als vermisst, wobei unklar ist, wie viele von ihnen sich zum Unglückszeitpunkt tatsächlich in dem strandnahen Gebäude aufhielten.

Der Hurrikan „Elsa“ hat in der Karibik schon eine Spur der Verwüstung hinterlassen: In der Dominikanischen Republik und in Santa Lucia starben drei Menschen. Die Behörden auf Jamaika und Kuba warnten vor Überschwemmungen, Sturmböen und Schlammlawinen. Auf Barbados wurden hunderte Häuser beschädigt. Mehrere Menschen kamen ums Leben.

qu/AR (dpa, afp, ap)




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