Roboter ″Astro″: Amazon bringt nun auch den Drink | Aktuell Amerika | DW

Roboter ″Astro″: Amazon bringt nun auch den Drink | Aktuell Amerika | DW

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„Astro“ ist etwa 60 Zentimeter groß, hat einen Bildschirm und kann seine Umgebung mit Kamera und Mikrofon erfassen.  Der etwa neun Kilogramm schwere Roboter bewegt sich auf Rädern durchs Haus. Seine Kamera kann er gut einen Meter hoch ausfahren und so auch über Möbelstücke blicken. Er eignet sich für Videochats und als mobile Überwachungsanlage – und er hat einen Getränkehalter.

Amazon will seine starke Position im vernetzten Zuhause zügig ausbauen. Vor wenigen Wochen erst hatte Tesla die Entwicklung eines humanoiden Roboters für „gefährliche Arbeiten“ angekündigt. Auch der chinesische Elektronikkonzern Xiaomi forscht an Haushaltsrobotern. Sein erster Aufschlag, der Cyberdog, ist allerdings noch deutlich weniger nutzwertorientiert. 

Teslas Roboter-Entwurf heißt Tesla

Teslas Roboter-Entwurf heißt „Tesla“

„Wir glauben, dass in fünf bis zehn Jahren jeder Haushalt mindestens einen Roboter haben wird“, sagte Amazons Gerätechef Dave Limp. Bis dahin setzt der Konzern auf neue Geräte und Funktionen für seine Sprachassistentin Alexa. Gemessen an dem, wie man sich Haushaltsroboter vorstellt, ist „Astro“ ein eher zaghafter Anfang.

„Finde meine Frau“

Das Gerät soll hauptsächlich zur Kommunikation sowie als eine Art mobile Sicherheitsanlage verwendet werden. „Astro“ kann aber auch ältere Familienangehörige durchs Haus begleiten. Limp, der den Roboter seit rund einem Jahr in seinem eigenen Haus testet, lobte auch den Getränkehalter: „Ich kann ihm sagen, finde meine Frau“ – und Astro fährt dann den Kaffeebecher zu ihr rüber. Es soll auch ein Zusatzgerät geben, das Hunde-Leckerli auswerfen kann. 

Xiaomis Cyberdog kann einen Salto rückwärts

Xiaomis „Cyberdog“ kann einen Salto rückwärts

Um nützlich zu sein, muss der Roboter die Gesichter der Bewohner eines Hauses kennen und wiedererkennen. Datenschützer äußerten sich bereits skeptisch. Amazon betont deshalb die Vorkehrungen, die man getroffen habe, damit von der fahrenden Kamera keine Gefahr für die Privatsphäre ausgeht. So trat der Amazon-Gerätechef der Sorge entgegen, die Roboter könnten mit richterlichem Beschluss zur Überwachung bei Ermittlungen angezapft werden. „Wir würden der Polizei nie Zugang zu dem Gerät geben.“

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„Es gibt Gründe dafür, dass es Türen gibt“

Alle Aufnahmen seien nur für die Nutzer verfügbar. Die Daten, die für die Navigation durch ein Zuhause notwendig sind, würden komplett auf dem Gerät verarbeitet werden und gingen nicht in die Cloud. Zumal der Nutzer auch Räume festlegen könne, die „Astro“ nicht betreten darf. Und dann gebe es noch eine altbewährte Art, Roboter rauszuhalten: „Es gibt Gründe dafür, dass es Türen gibt – und ‚Astro‘ kann keine Türen öffnen“, sagte Limp.

Der 1000-Dollar-Roboter, der noch in diesem Jahr an die Kunden ausgeliefert werden soll, war nur eines von vielen Geräten, die Amazon im Rahmen seiner jährlichen Veranstaltung vor den US-Feiertagen vorstellte. „Astro“ stahl jedoch allen die Show.

rb/ml (AFP, AP, dpa)




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