Sandra Mujinga erhält den Preis der Nationalgalerie | Kultur | DW

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Der Preis der Nationalgalerie geht dieses Jahr an die in Berlin und Oslo lebende Künstlerin Sandra Mujinga. Die Jury habe sich „nach intensiven Diskussionen“ für die in der Demokratischen Republik Kongo geborene Mujinga entschieden, hieß es bei der Preisvergabe im Hamburger Bahnhof, dem Museum für Gegenwartskunst in Berlin.

Für die Präsentation im Hamburger Bahnhof hat die Künstlerin geisterhaft wirkende Figuren aus verflochtenen Stoffbahnen entworfen, die durch die Ausstellungsräume zu schweben scheinen. Damit zeige sie „eine hohe Sensibilität für die verwendeten Materialien“, hieß es in der Begründung der Jury.

Skulpturen aus einer vergangen Zukunft

Mujinga gelinge es, widersprüchliche Erfahrungen in ihren Figuren zu vereinen. „Hierdurch entsteht eine Offenheit, die Raum für die eigene Imagination schafft.“ Die Skulpturen erweckten den Eindruck, als kämen sie aus einer vergangenen Zukunft. „Sie erinnern uns daran, dass wir für unser Überleben auf andere Lebewesen Rücksicht nehmen müssen und von ihnen Strategien lernen können, sich an eine stets verändernde Umwelt anzupassen“, schrieb die Jury.

Mujingas Arbeit ist, gemeinsam mit denen der weiteren Nominierten, noch bis zum 27. Februar im Hamburger Bahnhof zu sehen. 

2022 folgt die Einzelausstellung

Der Preis wird seit 2000 alle zwei Jahre an zeitgenössische Künstler und Künstlerinnen unter 40 Jahren vergeben, die die Internationalität der Kunstszene in Deutschland widerspiegeln und durch neue kreative Ansätze bereits Bedeutung erlangt haben. Seit 2013 werden die Werke des Preisträgers oder der Preisträgerin im Folgejahr in eine Einzelausstellung im Hamburger Bahnhof gezeigt.

Zu den bisherigen Gewinnerinnen des Preises zählen etwa Anne Imhof oder Monica Bonvicini. Einige inzwischen international gefeierte Namen wie Olafur Eliasson, Katharina Grosse, Tino Sehgal, Maria Eichhorn oder Daniel Richter, hatten sich bei früheren Nominierungen nicht durchsetzen können.

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ies/se (dpa)




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