Schmerzhafte Ohrfeige für Präsident Macron | Aktuell Europa | DW

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Der Vorfall ereignete sich in der 6000-Einwohner-Gemeinde Tain-l’Hermitage nördlich von Valence. Dort ging der mit Hemd, Krawatte und Corona-Maske bekleidete Emmanuel Macron auf Schaulustige hinter einer Absperrung zu, um Hände zu schütteln. Ein Mann hielt den Präsidenten am Arm fest, ohrfeigte ihn und rief nach Medienangaben “Nieder mit der Macronie”. Den Berichten zufolge gab es zwei Festnahmen.

Die “gifle”, wie Ohrfeige auf Französisch heißt, verbreitete sich nicht nur in Windeseile im Internet, sondern beherrschte auch sofort die französischen Nachrichten. Politische Gegner und sogar Todfeinde Macrons beeilten sich, ihre Bestürzung über den Vorfall kundzutun.

Empörte Opposition

Die Rechtspopulistin Marine Le Pen, die sonst kein gutes Haar an Macron lässt, nannte die Ohrfeige “zutiefst verwerflich”. Linksparteichef Jean-Luc Mélenchon erklärte sich “solidarisch” mit dem sonst so ungeliebten Staatschef. “Den Präsidenten zu ohrfeigen heißt, die Republik zu ohrfeigen”, empörte sich der Fraktionschef der konservativen Republikaner, Damien Abad.

Knapp ein Jahr vor der Präsidentschaftswahl in Frankreich ist Macron seit einigen Tagen auf “Tour de France”. Bei der Rundreise will der 43-Jährige den Franzosen nach eigenen Worten “den Puls fühlen”, um seine Chancen für eine Wiederwahl auszuloten. Der Vorfall ereignete sich gut zehn Tage vor Beginn der französischen Regionalwahlen, die als wichtiger Stimmungstest gelten.

hf/uh (dpa, afp)




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