Schon wieder eine Rakete aus Nordkorea | Aktuell Asien | DW

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Die selbsterklärte Atommacht Nordkorea hat nach Angaben seiner Nachbarländer Südkorea und Japan anscheinend wieder eine potenziell atomwaffenfähige Rakete getestet. Nordkorea habe eine Rakete in Richtung Ostchinesisches Meer abgefeuert, teilte der Generalstab des südkoreanischen Militärs mit. Auch Japan bestätigte den neuen Waffentest durch Nordkorea. Dabei habe es sich möglicherweise um eine ballistische Rakete gehandelt. UN-Resolutionen untersagen der kommunistischen Führung in Pjöngjang Versuche mit entsprechenden Raketen, die je nach Bauart auch einen Atomsprengkopf tragen können.

Das politisch weitgehend isolierte Nordkorea hatte bereits in der vergangenen Woche einen erneuten Raketentest unternommen und später von einem erfolgreichen zweiten Test einer Hyperschall-Rakete innerhalb von vier Monaten gesprochen. Südkorea bezweifelt jedoch die Angaben Nordkoreas, wonach die Rakete 700 Kilometer weit flog. Raketen dieser Art können mehr als die fünffache Schallgeschwindigkeit erreichen und sind im Flug manövrierfähig. So sind sie für die herkömmliche Luftabwehr schwer auszumachen und abzufangen.

Pjöngjang schafft Risiken

Die USA und andere Länder des UN-Sicherheitsrats sehen die Raketentests Nordkoreas als Gefahr für die regionale Stabilität. Die Regierung in Pjöngjang „erhöhe das Risiko von Fehleinschätzungen und Eskalationen“, heißt es in einer Stellungnahme, die von zahlreichen Ländern unterzeichnet wurde, darunter die USA, Japan, Frankreich und Großbritannien. Sie riefen Pjöngjang angesichts seines Atomwaffenprogramms auf, „einen sinnvollen Dialog im Hinblick auf unser gemeinsames Ziel der vollständigen Denuklearisierung aufzunehmen“.

Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un treibt seit Jahren die Entwicklung von Raketen voran. Diese könnten nicht nur Südkorea und Japan treffen, sondern auch Atomsprengköpfe bis in die USA tragen. Das Land hat sich selbst zu einer Atommacht erklärt. Verhandlungen der USA mit Nordkorea kommen seit fast drei Jahren nicht voran.

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haz/AR/se (dpa, rtr, afp)




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