Schweizer Geisel in Mali ermordet | Aktuell Europa | DW

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Die im Januar 2016 in Mali enführte Schweizerin Beatrice Stöckli ist von ihren Kidnappern ermordet worden. Das teilte das Außenministerium in Bern mit. Die französischen Behörden hätten ihre Schweizer Kollegen darüber informiert, dass die Geisel tot sei. “Sie wurde mutmaßlich von Entführern der islamistischen Terrororganisation Jama’at Nasr al-Islam wal Muslim (JNIM) vor rund einem Monat umgebracht”, hieß es in der Mitteilung. Bundesrat Ignazio Cassis zeigte sich sehr betroffen: 

Genaue Umstände noch unbekannt

Nach Angaben des Schweizer Außenministeriums hatte die am Donnerstag in Mali freigelassene Französin Sophie Pétronin die Behörden in Paris über die Ermordung der Schweizerin informiert. Die genauen Umstände der Tötung der 59-Jährigen sind noch unklar. Seit vier Jahren habe man gemeinsam mit den zuständigen malischen Behörden versucht, eine Freilassung der Schweizerin zu erreichen, hieß es in Bern weiter.

Die aus Basel stammende Frau war im April 2012 zum ersten Mal von Islamisten verschleppt worden. Nach Vermittlung der Regierung in Burkina Faso kam sie nach neun Tagen wieder frei. Die Extremisten ließen sie wohl unter der Bedingung gehen, dass sie nicht in die Wüstenstadt zurückkehre, um zu missionieren. 

Vier Geiseln freigelassen 

Am Donnerstag waren in Mali neben der Französin Pétronin zwei italienische Geiseln und der prominente malische Oppositionelle Soumaila Cisse von islamistischen Terroristen freigelassen worden. Pétronin kehrte am Freitag mit einer Sondermaschine in ihre Heimat zurück. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron empfing sie am Flughafen von Paris. Vor ihrem Abflug erklärte sie, sie wolle später nach Mali zurückkehren, um ihre humanitäre Arbeit mit Waisen und unterernährten Kindern wieder aufzunehmen.

Karte G5-Sahel-Staaten DE

In dem in der Sahelzone gelegenen Mali sind verschiedene Islamisten-Gruppen aktiv. 2012 hatten sie die Kontrolle über den Norden des Landes übernommen und waren weiter vorgerückt. Die ehemalige Kolonialmacht Frankreich griff 2013 militärisch ein und drängte die Extremisten vorübergehend zurück.

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Auch die Bundeswehr ist im Rahmen der UN-Stabilisierungsmission MINUSMA und der EU-Ausbildungsmission EUTM in dem Binnenstaat in Westafrika im Einsatz. Doch trotz der Präsenz tausender internationaler Soldaten ist die Lage höchst instabil.

se/ust (afp, blick.ch, ap, dpa, rtr)




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