Seltene Ehre für getöteten US-Polizisten | Aktuell Amerika | DW

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Der bei der Attacke auf den US-Kongress tödlich verletzte Polizist wird in der Rotunde des Kapitols aufgebahrt. Das kündigten die demokratischen Mehrheitsführer von Repräsentantenhaus und Senat, Nancy Pelosi und Chuck Schumer, gemeinsam an.

Eine Aufbahrung unterhalb der großen Kuppel des mächtigen Gebäudes wird in der Regel nur früheren Präsidenten, Parlamentariern und Kriegshelden zuteil. Davon abgewichen wurde etwa beim einflussreichen evangelikalen Pastor Billy Graham, der Bürgerrechtsikone Rosa Parks und den beiden Polizisten Jacob Chestnut und John Gibson. Sie waren 1998 von einem Attentäter im Kapitol erschossen worden.

USA | Kapitol in Washington | Bill Clinton | Beisetzung von erschossenen Polizisten

1998: Abschied von Jacob Chestnut und John Gibson

Radikale Anhänger von Ex-Präsident Donald Trump hatten den Kapitolspolizisten Brian Sicknick am 6. Januar mit einem Feuerlöscher am Kopf verletzt. Der 42-Jährige kehrte noch in das Büro seiner Einheit zurück, bevor er zusammenbrach. Sicknick wurde in ein Krankenhaus gebracht, wo er am nächsten Tag verstarb.

“Tempel unserer Demokratie”

Der ganze US-Kongress empfinde Trauer und Dankbarkeit für die Leistungen und die Aufopferung Sicknicks, erklärten Pelosi und Schumer. Der Polizist habe während des gewaltsamen Aufstands im Kapitol dabei geholfen, Leben zu retten und den “Tempel unserer Demokratie” zu verteidigen.

USA | Kapitol in Washington

Blick auf die Rotunde des Kapitols

Schon kurz nach Sicknicks Tod hatte Pelosi die Fahnen am Kapitol auf Halbmast setzen lassen. Hunderte Polizisten versammelten sich damals an der Constitution Avenue in Washington und salutierten, als Sicknicks Sarg vorbeigefahren wurde.

Trump wird im Zusammenhang mit dem Sturm auf das Kapitol “Anstiftung zum Aufruhr” vorgeworfen, weshalb gegen ihn ein nachträgliches Amtsenthebungsverfahren eingeleitet wurde. Das Heimatschutzministerium gab mit Blick auf den Angriff kürzlich eine Terrorwarnung heraus. “Ideologisch motivierte Extremisten” könnten zu Gewalt anstiften oder Gewalttaten verüben, heißt es in einem Bulletin zur nationalen Risikolage. Es bestehe deswegen ein “erhöhtes Bedrohungsumfeld” im ganzen Land.

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wa/se (afp, dpa)




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