Sorge über Exekutionen in Afghanistan | Aktuell Asien | DW

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Die USA, die Europäische Union und weitere Staaten haben sich besorgt über Berichte von Menschenrechtsorganisationen über Massenhinrichtungen ehemaliger afghanischer Sicherheitskräfte durch die Taliban gezeigt. „Wir sind zutiefst besorgt über die von Human Rights Watch und anderen dokumentierten Berichte“, hieß es in einer veröffentlichten Erklärung der USA. Diese unterzeichneten den Angaben zufolge auch Deutschland, die Schweiz, Großbritannien, Japan, Kanada, Australien und weitere Verbündete. Demnach wurden auch Fälle von Verschwindenlassen dokumentiert.

 Die Unterzeichnerstaaten der Erklärung warfen den Islamisten vor, ihr Handeln stehe im „Widerspruch“ zu der Zusage einer Amnestie für ehemalige Sicherheitskräfte. Es handle sich um „schwere Menschenrechtsverletzungen“.

„Wir fordern die Taliban auf, die Amnestie für ehemalige Angehörige der afghanischen Sicherheitskräfte und ehemalige Regierungsbeamte wirksam durchzusetzen.“

Human Rights Watch: Mehr als 100 Menschen hingerichtet oder verschwunden

Nach einem Bericht der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) haben die militant-islamistischen Taliban seit ihrer Machtübernahme vor rund dreieinhalb Monaten in vier der 34 Provinzen des Landes mehr als 100 ehemalige Soldaten, Polizisten oder Geheimdienstler hingerichtet oder verschwinden lassen. Zwei Tage nach ihrem Einmarsch in der afghanischen Hauptstadt Kabul im August hatten die Taliban eine allgemeine Amnestie verkündet. „Jeder“ sei begnadigt, sagte Taliban-Sprecher Sabihullah Mudschahid damals bei einer Pressekonferenz in Kabul. Zudem hatte die Taliban-Führung schon viele Monate vor ihrer Machtübernahme eine Generalamnestie für alle Sicherheitskräfte erklärt.

Taliban-Sprecher Sabiullah Mudschahid

Taliban-Sprecher Sabiullah Mudschahid hatte nach der Machtübernahme Amnestie für alle versprochen

Die meisten Provinzen und auch die Hauptstadt Kabul waren weitgehend kampflos an die Islamisten gefallen. In mehreren Provinzen ergaben sich die Sicherheitskräfte fast ohne Ausnahme. 

In der von den USA veröffentlichten Erklärung heißt es weiter, alle gemeldeten Fälle müssten unverzüglich und transparent untersucht werden. Die Verantwortlichen müssten zur Rechenschaft gezogen werden. 

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as/haz (dpa, afp)




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