SPD siegt in Mecklenburg-Vorpommern | Aktuell Deutschland | DW

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Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig  kann für weitere fünf Jahre an der Spitze des Landes planen. Laut der ersten ZDF-Hochrechnung erzielten die Sozialdemokraten bei der Landtagswahl mit 38,2 ihr bestes Ergebnis seit 2002. Sie legt damit gegenüber der Wahl von 2016 kräftig zu, diese hatte sie mit 30,6 Prozent für sich entschieden. Dahinter folgt wie schon vor fünf Jahren die AfD mit 17,8 Prozent. Sie verliert damit gegenüber der Wahl 2016, als sie aus dem Stand 20,8 Prozent erreichte.

„Katastrophales“ Ergebnis für die CDU

Für die bisherige Regierungspartei CDU reicht es nach neuerlichen Verlusten erneut nur zu Platz drei. Die Unionspartei verzeichnet der Hochrechnung 14,2 – ihr bislang schlechtestes Ergebnis im Nordosten seit der Wiedervereinigung. Der CDU-Spitzenkandidat Michael Sack hat den Ausgang als „katastrophal“ für seine Partei bezeichnet.

CDU-Spitzenkandidat Michael Sack

Enttäuschung bei der CDU: Spitzenkandidat Michael Sack

Schwesig reagierte begeistert auf die ersten Prognosen. Es sei ein „wunderbarer Abend für unser Land“, für die SPD in Mecklenburg-Vorpommern, sagte sie.

Die Linke konnte ihren seit 2011 anhaltenden Abwärtstrend nicht stoppen. Sie kommt den Hochrechnungen zufolge auf 9,9 Prozent. Gute Chancen auf einen Wiedereinzug in den Landtag haben der Hochrechnung zufolge FDP und Grüne. Die Liberalen – seit 2011 nicht mehr im Parlament vertreten – kommen auf 6,0 Prozent, die Grünen – seit 2016 nicht mehr im Landtag – auf 5,9 Prozent. Das Ergebnis der Hochrechnung würde rechnerisch für eine Fortsetzung der seit 2006 regierenden rot-schwarzen Koalition reichen. Doch hätte auch ein Bündnis aus SPD und Linke im Parlament eine knappe Mehrheit. Sollten FDP und Grüne ins Parlament einziehen, wäre auch eine sogenannte Ampel-Koalition möglich.

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Koalitionsoptionen offen

Schwesig hatte vor der Wahl offengelassen, welchen Regierungspartner sie bevorzugen würde, jedoch betont, dass die künftige Regierung auf einer soliden Parlamentsmehrheit gründen solle. Die Nordost-SPD hatte den Wahlkampf ganz auf ihre Spitzenfrau Schwesig zugeschnitten, die 2017 als Bundesfamilienministerin zurückgetreten war, um in ihrer Heimat vorzeitig das Amt der Ministerpräsidentin zu übernehmen.

Manuela Schwesig auf einem großen Wahlplakat der SPD auf dem zu lesen ist: Die Frau für MV

Das Gesicht des Wahlkampfs der Nordost-SPD: Manuela Schwesig

Zur Abstimmung über Bundestag und Landtag aufgerufen waren in Mecklenburg-Vorpommern etwa 1,32 Millionen Wahlberechtigte in

 rund 1650 Wahllokalen. Ein beträchtlicher Teil der Wähler hatte schon die Möglichkeit der Briefwahl genutzt. Um die 71 Mandate im Landtag bewarben sich nach Angaben der Landeswahlleiterin 455 Kandidatinnen und Kandidaten von 24 Parteien sowie 9 Einzelbewerber. Die SPD stellt in dem nordostdeutschen Bundesland seit 23 Jahren die Regierungschefin oder den Regierungschef.

ies/kle (dpa/rtr/afp)




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