SPD-Triumph in Mecklenburg-Vorpommern | Aktuell Deutschland | DW

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Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig kann für weitere fünf Jahre an der Spitze des Landes planen. Laut der jüngsten Hochrechnung von Infratest dimap erzielten die Sozialdemokraten bei der Landtagswahl mit 40 Prozent (+ 9,4 Punkte) ihr bestes Ergebnis seit 2002. Dahinter folgt wie schon vor fünf Jahren die AfD, die auf 16,8 Prozent (- 4 Punkte) kommt.

„Katastrophales“ Ergebnis für die CDU

Für die bisher mitregierende CDU reicht es nach neuerlichen Verlusten wieder nur zu Platz drei. Die Christdemokraten verzeichnen in jüngsten Hochrechnungen 13,3 Prozent der Stimmen (- 5,7 Punkte) – ihr bislang schlechtestes Ergebnis im Nordosten. CDU-Spitzenkandidat Michael Sack bezeichnete den Ausgang als „katastrophal“ für seine Partei.

CDU-Spitzenkandidat Michael Sack

Enttäuschung bei der CDU: Spitzenkandidat Michael Sack

Schwesig reagierte begeistert auf den Wahlerfolg. Es ist ein „wunderbarer Abend für unser Land“, für die SPD in Mecklenburg-Vorpommern, sagte sie.

Jetzt wieder sechs Parteien im Landtag

Die Linke konnte ihren seit 2011 anhaltenden Abwärtstrend nicht stoppen. Sie kommt den Hochrechnungen zufolge auf 9,9 Prozent (- 3,3 Punkte). Wieder in den Landtag in Schwerin einziehen werden die FDP und die Grünen. Die Liberalen – seit 2011 nicht mehr im Parlament vertreten – kommen auf 5,8 Prozent der Stimmen (+ 2,8), die Grünen – seit 2016 nicht mehr im Landtag – auf 6 Prozent (+ 1,2).

Mehrere Koalitionsoptionen

Der Wahlausgang reicht rechnerisch für die Fortsetzung der seit 2006 regierenden rot-schwarzen Koalition. Doch hätte auch ein Bündnis aus SPD und Linke im Parlament eine knappe Mehrheit. Möglich wäre auch eine sogenannte Ampel-Koalition aus SPD, FDP und Grünen. Ein Bündnis mit der AfD hatte Schwesig bereit vor der Wahl klar abgelehnt, zugleich aber offen gelassen, welchen Regierungspartner sie bevorzugen würde. Sie betonte aber, dass die künftige Regierung auf einer soliden Parlamentsmehrheit gründen solle.

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Die Nordost-SPD hatte den Wahlkampf ganz auf ihre Spitzenfrau zugeschnitten, die 2017 als Bundesfamilienministerin zurückgetreten war, um in ihrer Heimat das Amt der Ministerpräsidentin zu übernehmen, nachdem ihr Vorgänger krankheitsbedingt ausscheiden musste.

Manuela Schwesig auf einem großen Wahlplakat der SPD auf dem zu lesen ist: Die Frau für MV

Das Gesicht des Wahlkampfs der Nordost-SPD: Manuela Schwesig

Zur Abstimmung aufgerufen waren in Mecklenburg-Vorpommern etwa 1,32 Millionen Wahlberechtigte. Ein beträchtlicher Teil der Wähler nutzte auch hier die Möglichkeit der Briefwahl.

Um die 71 Mandate im Landtag bewarben sich nach Angaben der Landeswahlleiterin 455 Kandidatinnen und Kandidaten von 24 Parteien sowie 9 Einzelbewerber. Die SPD stellt in dem Bundesland im äußersten Nordosten der Republik seit 23 Jahren die Regierungschefin oder den Regierungschef.

qu/wa (dpa/rtr/afp)




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