Stichwahl um Präsidentenamt in Bulgarien | Aktuell Europa | DW

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Die verhängnisvolle Äußerung fiel beim TV-Duell zwischen Präsident Rumen Radew und seinem Herausforderer Anastas Gerdschikow. In der Sendung am Donnerstagabend sagte der frühere Kampfpilot und General der Reserve, die Halbinsel Krim sei russisch. Seine Worte lösten massive Verärgerung in der Ukraine aus. Das Außenministerium in Kiew bestellte am Freitag den bulgarischen Botschafter ein und verlangte, dass Radew die Äußerung zurücknimmt. Die Europäische Union, zu der Bulgarien gehört, erkennt die Krim als Teil der Ukraine an.

Radew gilt als Favorit

Ungeachtet dessen räumen Politologen dem 58 Jahre alten Radew bessere Siegeschancen ein. Der von den Sozialisten (den früheren Kommunisten) und Protestparteien unterstützte Amtsinhaber hatte in der ersten Wahlrunde am vergangenen Sonntag mehr als 49 Prozent der Stimmen bekommen.

Bulgarien | Rumen Radew und Anastas Gerdschikow

Wer macht das Rennen? Rumen Radew (l.) oder Anastas Gerdschikow

Radew steht für einen Anti-Korruptionskurs und ist ein entschiedener Gegner des langjährigen Regierungschefs Boiko Borissow von der konservativen GERB-Partei. Der Staatschef befürwortete auch die Anti-Korruptionsproteste gegen Borissow im Sommer 2020, bei denen tausende Menschen in Bulgarien auf die Straße gingen.

Der 58-jährige Rektor der Universität Sofia, Gerdschikow, kam in der ersten Wahlrunde auf gut 22 Prozent. Der Professor und Absolvent der Humboldt-Universität in Berlin tritt ebenfalls als unabhängiger Kandidat an. Er hat den Rückhalt von Borissows bürgerlicher GERB.

se/wa (afp, dpa, rtr)




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