Streik beendet – Deutsche Bahn fährt wieder | Aktuell Deutschland | DW

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Nach zwei Tagen Streik beginnt für Fahrgäste der Bahn an diesem Freitag die Rückkehr zur Normalität. Der Ausstand der Lokführergewerkschaft GDL kam um 2 Uhr planmäßig zum Abschluss. Wie ein Bahnsprecher sagte, startete der Bahnverkehr am Freitagmorgen weitgehend normal. Vereinzelt kann es aber noch zu Einschränkungen kommen. Fahrgäste werden gebeten, sich vor Fahrtantritt in den digitalen Auskunftsmedien der Deutschen Bahn zu informieren.

Die Rote Karte

Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer will am Vormittag (11.00 Uhr) in Berlin eine Bilanz ihres Streiks ziehen. Die Solidarität der Mitglieder sei über alle Berufsgruppen hinweg riesengroß gewesen, teilte die Gewerkschaft mit. “Sie alle haben der Deutschen Bahn die Rote Karte gezeigt.”

Die Gewerkschaft hatte ihre Mitglieder bei der Bahn von Mittwochfrüh an zu einem 48-stündigen Streik im Personenverkehr aufgerufen. Im Güterverkehr begann der Ausstand schon am Dienstagabend. Auch die Infrastruktur war nach Gewerkschaftsangaben betroffen. Erstmals wurde in sechs Stellwerksbetrieben gestreikt, außerdem in Teilen der Werkstätten und der Verwaltung. Nach Angaben der Bahn konnte der stark reduzierte Ersatzfahrplan aber gefahren werden.

Weitere Streiks sind möglich, nicht aber an diesem Wochenende. Die Gewerkschaft will in der nächsten Woche über das weitere Vorgehen beraten. Bahn und GDL ringen in der Tarifrunde um eine Lohnerhöhung von 3,2 Prozent. Strittig ist jedoch, wann die Erhöhung greifen und wie lang der neue Tarifvertrag gelten soll. Auch Betriebsrenten sind ein Streitthema.

Bund will sparen

Die Bahn will die Kosten des Tarifabschlusses gering halten, weil sie in der Corona-Krise hohe Verluste eingefahren hat. Zudem hat der Bund als Eigentümer im Gegenzug für Milliardenhilfen auch Einsparungen im Konzern verlangt.

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Mit der größeren Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft gibt es seit knapp einem Jahr einen Tarifabschluss. Anfang 2022 erhalten die Beschäftigten 1,5 Prozent mehr Geld. Betriebsbedingte Kündigungen sind ausgeschlossen.

Die GDL will keine Nullrunde in diesem Jahr akzeptieren und verlangt zudem eine Corona-Prämie von 600 Euro. Gewerkschaftschef Claus Weselsky droht mit weiteren Streiks, sollte die Bahn kein verbessertes Angebot vorlegen.

haz/bru (dpa)




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