Streit am Golf vor Schlichtung | Aktuell Nahost | DW

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In den Bemühungen um ein Ende des Zerwürfnisses zwischen Katar und Saudi-Arabien ist ein Durchbruch gelungen. Saudi-Arabien werde seinen Luftraum sowie seine Landes- und Seegrenzen mit Katar öffnen, teilte der kuwaitische Außenminister Ahmad Nasser al-Sabah mit. Kuwait hat eine Vermittlerrolle in dem seit drei Jahren andauernden Konflikt übernommen.

Ein Vertreter der US-Regierung sagte, die USA erwarteten, dass die drei anderen bisherigen Gegner Katars diesem Beispiel folgen würden. Katar soll im Gegenzug juristische Maßnahmen gegen die vier arabischen Staaten einstellen.

Saudi-Arabien führt seit 2017 eine Koalition mit Ägypten, Bahrain und den Vereinigten Arabischen Emiraten an. Die Gruppe wirft Katar eine zu große Nähe zum Iran und zu radikalislamischen Gruppen, sprich Terroristen, vor und hat das Emirat mit einem umfassenden Embargo sanktioniert. Die Regierung in Doha hat die Vorwürfe stets zurückgewiesen.

Katar I Emir Sheikh Tamim bin Hamad al-Thani mit Schutzmaske

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Als Strafmaßnahme verwiesen die vier Staaten in den vergangenen Jahren Katarer des Landes und schlossen ihre Lufträume für Flugzeuge aus dem Emirat. Maschinen von und nach Doha, der Hauptstadt Katars, mussten große Umwege fliegen. Zudem riegelten die Nachbarn Grenzen und Häfen ab und trennten binationale Familien.

Bündelung der Kräfte gegen den Iran

Alle fünf in den Streit verwickelten arabischen Staaten sind Verbündete der USA. Nach Angaben der scheidenden Regierung in Washington hat Jared Kushner, der Schwiegersohn von Präsidenten Donald Trump, eine entscheidende Rolle bei der Beilegung des Streits gespielt. Ziel der diplomatischen Initiative der Vereinigten Staaten soll eine Bündelung der Kräfte am Golf gegen das Vormachtstreben des Iran sein.

USA I Jared Kushner in Washington

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Kushner hatte bereits dazu beigetragen, dass mehrere arabische Staaten ihre Beziehungen zu Israel verbessern wollen. Auch hier sollen Überlegungen für ein Gegengewicht gegen den Iran eine wichtige Rolle gespielt haben.

Die Ankündigung, den Streit beizulegen, kam einen Tag vor dem Jahrestreffen des Golf-Kooperationsrats (GCC), der an diesem Dienstag in Riad tagt. Der Konflikt und dessen angekündigtes Ende dürften bei dem Treffen das beherrschende Thema werden.

Auch der Emir von Katar, Scheich Tamim bin Hamad Al-Thani, will an dem Gipfel teilnehmen, nachdem er in den vergangenen Jahren stets fernblieb. Dem Regionalgremium GCC gehören neben den bisherigen Streithähnen Katar, Saudi-Arabien, Bahrain und den Vereinigten Arabischen Emiraten auch die neutralen Länder Kuwait und Oman an.

AR/gri (rtr, afp, dpa)




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