Studentenprotest in Myanmar ist nicht vergessen | Aktuell Welt | DW

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Das Militär habe bei dem Studentenaufstand vor 33 Jahren viele Zivilisten getötet und tue es immer noch, sagte Thet Naing, ein Demonstrant in der Stadt Yangon, früher bekannt als Rangun. Rot gekleidete Demonstranten trugen Transparente mit der Aufschrift “Lasst uns die alte Blutschuld von 1988 im Jahr 2021 zurückgeben”.

Am 8. August 1988 begannen in der damaligen Militärdiktatur Massendemonstrationen, die das Militär in den folgenden Tagen brutal niederschlug. Nach Schätzungen kamen bei dem Massaker mindestens 3000 Menschen ums Leben. Nach einem Militärputsch am 1. Februar dieses Jahres versinkt das frühere Birma wieder in Chaos und Gewalt.

Der Aufstand 1988 hatte den Beginn von Aung San Suu Kyi Aufstieg zu Myanmars Freiheitsikone markiert. Die Tochter eines prominenten Unabhängigkeitskämpfers wurde zur Oppositionsführerin, wurde dann eingesperrt und kam erst 2010 wieder frei. 2015 führte sie ihre Oppositionspartei NLD zu einem deutlichen Sieg bei der Parlamentswahl.

Junta unterdrückt Proteste 

Das Militär hatte vor rund einem halben Jahr die Macht erneut ergriffen und die Regierung von Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi gestürzt. Dagegen protestierten örtlichen Medienberichten zufolge wieder Menschen in zahlreichen Städten, darunter in Yangon, Mandalay und Sagaing. 

Der Widerstand aus der Bevölkerung, die die Wiedereinsetzung der zivilen Regierung fordert, wird von der Junta mit brutaler Härte unterdrückt. Nach Schätzungen der Gefangenenhilfsorganisation AAPP wurden bisher mehr als 960 Menschen getötet. Mehr als 7000 wurden festgenommen.

nob/haz (dpa, afp)




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