Sudans Regierung beruft Krisenstab gegen Proteste | Aktuell Afrika | DW

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Der Krisenstab solle die „gefährlichste politische Krise“ lösen, die das Land am Horn von Afrika seit dem Sturz von Diktator Omar al-Baschir 2019 erlebe, sagte Hamduk nach einer Krisensitzung des Kabinetts. Hamduk rief tausende von Demonstranten, die vor dem Palast der Republik in der Hauptstadt Khartum seit Samstag ein Sit-In veranstalten, zur Zurückhaltung und zum Dialog auf.

Wachsende Armut

Die Demonstranten haben die Armee aufgefordert, die Übergangsregierung aufzulösen, die den Krisenstaat seit al-Baschirs Sturz zurück zur Demokratie bringen soll. Die Protestler werfen Hamduks Regierung zunehmend schlechter werdende wirtschaftliche Bedingungen und wachsende Armut vor.

Sudan Ministerpräsident Abdullah Hamduk

Abdullah Hamduks Regierung steht unter Druck (Archivbild)

Die Proteste gegen die Regierung haben sich in den vergangenen Wochen überall im Land gemehrt. Im Osten hatten Demonstranten Anfang Oktober für mehr als zwei Wochen Sudans größten Hafen blockiert. Das Parlament hatte daraufhin gewarnt, dem Land würden bald lebensrettende Medikamente, Benzin und Weizen ausgehen. Auch die Stromversorgung sei aufgrund der Versorgungsausfälle unsicher, hieß es.

30 Jahre regierte al-Baschir

Ende September hatte das Militär einen Putschversuch in der Nähe der Hauptstadt vereiteln können. Der Sudan wurde fast 30 Jahre lang von al-Baschir mit harter Hand regiert. Der Langzeit-Machthaber wurde im April 2019 durch monatelange Massenproteste und einen Militärputsch aus dem Amt getrieben. Daraufhin einigten sich das Militär und die zivile Opposition auf eine Übergangsregierung, die den Weg zu Wahlen binnen drei Jahren ebnen soll. 

Das Land im Nordosten Afrikas wird nun von einem Souveränen Rat aus Militärs und Zivilisten sowie einem Kabinett regiert. Es befindet sich in einem schwierigen Übergangsprozess hin zur Demokratie mit noch unsicherem Ausgang. 

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nob/haz (dpa, afp)




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