Südafrikas Ex-Präsident Zuma aus Haft entlassen | Aktuell Afrika | DW

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Wegen seiner schlechten Gesundheit sei der 79-Jährige auf medizinische Bewährung gestellt worden, erklärte die zuständige Behörde weiter. Zuma befindet sich bereits seit Anfang August in einem Krankenhaus. Mitte August unterzog er sich einem “chirurgischen Eingriff”, hieß von offizieller Seite. Danach waren weitere Eingriffe geplant. Genauere Angaben zum Leiden des Ex-Präsidenten machten die Behörden nicht.

Der Politiker hatte im Juli eine 15-monatige Haftstrafe angetreten, weil er sich geweigert hatte, vor einem Anti-Korruptions-Ausschuss zu erscheinen. Das Gremium soll Korruptionsvorwürfen während Zumas Präsidentschaft von 2009 bis 2018 nachgehen.

Gegen den ehemaligen Staatschef läuft außerdem ein langwieriger Korruptionsprozess wegen eines mehr als zwei Jahrzehnte zurückliegenden Waffengeschäfts. Die Fortsetzung des Verfahrens wurde zuletzt auf September verschoben. Das Oberlandesgericht der Stadt Pietermaritzburg setzte den neuen Termin auf kommenden Donnerstag fest. Voraussetzung ist jedoch, dass Zuma wieder verhandlungsfähig ist. Der Ex-Präsident bestreitet die Vorwürfe. Er hatte vergeblich eine Einstellung des Verfahrens zu erreichen versucht. Ihm drohen bis zu 25 Jahre Haft.

Nach der Inhaftierung des Politikers waren seine Anhänger auf die Straßen gegangen. Die Proteste weiteten sich schnell zu großflächigen Ausschreitungen mit offiziell mindestens 337 Toten im industriellen Herzen des Landes rund um Johannesburg sowie Zumas Heimatprovinz KwaZulu-Natal aus. Nach der Mobilisierung von 25.000 Soldaten stabilisierte sich die Sicherheitslage wieder.

kle/jj (afp, dpa, rtre)

 




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