Südkorea startet erfolgreich erste eigene Weltraumrakete | Aktuell Asien | DW

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Nach dem Start der 47 Meter hohen Rakete, die live im Fernsehen übertragen wurde, sagte ein Kommentator: „Es sieht so aus, als ob sie ohne Probleme in den Himmel steigt.“ Das Abheben der Trägerrakete wurde auch von Staatspräsident Moon Jae-in verfolgt.

Entwickelt wurde die 200 Tonnen schwere Rakete vom Koreanischen Raumfahrt-Forschungsinstitut (Kari). Nach dessen Angaben kann die Rakete einen 1,5 Tonnen schweren Satelliten in eine niedrige Erdumlaufbahn in Höhe von 600 bis 800 Kilometern über der Erdoberfläche transportieren. 

Südkorea Goheung Rakete KSLV-II NURI vor dem Start

Die Rakete vom Typ Nuri steht startbereit auf der Rampe

Im Rahmen seines ehrgeizigen Raumfahrtprogramms entwickelt Südkorea eigene Trägerraketen, um möglichst im Geschäft um die Beförderung von Satelliten mitmischen zu können. Die Entwicklungskosten dafür betragen nach Angaben der südkoreanischen Nachrichtenagentur Yonhap zwei Billionen Won (etwa 1,5 Milliarden Euro). Anfang 2013 hatte Südkorea erstmals vom eigenen Territorium aus einen Forschungssatelliten in eine Umlaufbahn geschossen. Der Start gelang mit einer Trägerrakete KSLV-1, die mit russischer Hilfe gebaut wurde.

Ehrgeizige Pläne

Das südkoreanische Raumfahrtprogramm sieht unter anderem vor, Überwachungs-, Navigations- und Kommunikationssatelliten in den Weltraum zu transportieren. Im nächsten Jahr will Südkorea zudem eine eigene Mondsonde starten. Zudem gehört das Land zu den Unterzeichnerstaaten des Artemis-Programms der US-Raumfahrtbehörde NASA für die Zusammenarbeit im Weltraum. Geplant ist, Menschen mit einem vollständig wiederverwendbaren Start- und Landesystem zu Zielen wie dem Mond und dem Mars zu schicken.

Raketenstarts in den Weltraum sind seit langem ein heikles Thema auf der koreanischen Halbinsel, weil gegen Nordkorea wegen seines Programms für ballistische Atomraketen internationale Sanktionen verhängt wurden.

kle/se (afpe, dpa, rtre, ape)




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