Südkoreas Ex-Präsidentin Park wird begnadigt | Aktuell Asien | DW

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Noch in diesem Jahr soll die wegen Korruption und anderer Verbrechen verurteilte frühere südkoreanische Staatschefin Park Geun Hye aus dem Gefängnis entlassen werden. In einer Erklärung des Justizministeriums heißt es, die Begnadigung der 69-Jährigen solle dazu betragen, das Land nach den Schwierigkeiten – auch durch die Corona-Pandemie bedingt – wieder zu einen. Parks angeschlagene Gesundheit habe auch zu dem Straferlass beigetragen, teilte das Präsidialamt in Seoul mit.

Die Südkoreaner hatten die Tochter des früheren Militärdiktators Park Chung Hee Ende 2012 ins Präsidentenamt gewählt. Sie war damit die erste Frau an der Spitze des Staates. Im Dezember 2016 wurde sie vom Parlament aufgrund massiver Korruptionsvorwürfe des Amtes enthoben. Im März des darauffolgenden Jahres bestätigte das Verfassungsgericht die Entscheidung. Der Skandal um die konservative Politikerin löste monatelange Straßenproteste in Südkorea aus.

Park wurde wegen Machtmissbrauchs, Bestechung, illegaler Annahme von Geldern und Verstößen gegen das Wahlgesetz zu insgesamt 22 Jahren Haft und einer hohen Geldstrafe verurteilt. Weil sie die Strafe von umgerechnet 16 Millionen Euro nicht bezahlt hatte, beschlagnahmte die Staatsanwaltschaft im März das Anwesen der ehemaligen Präsidentin. Ihr Nachfolger im Amt ist der sozialliberale Politiker Moon Jae-in.

se/wa (ap, rtr, dpa, afp)




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