Tanker ″Asphalt Princess″ im Golf von Oman gekapert | Aktuell Welt | DW

Tanker ″Asphalt Princess″ im Golf von Oman gekapert | Aktuell Welt | DW

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Vor der Küste der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) ist ein großer Asphalttanker entführt worden, wie die Fachzeitung „Lloyds List“ schreibt. Es handelt sich um die  „Asphalt Princess“, die unter der Flagge Panamas fährt. Die britische Seeschifffahrts-Aufsicht UKMTO erklärte, rund 60 Seemeilen vor der Küste des Emirats Fudschaira im Golf von Oman sei es zu einem „potenziellen Überfall“ gekommen. Die UKMTO hatte in einer ersten Warnung Schiffe in dem Gebiet zu äußerster Vorsicht aufgerufen.

Der Nachrichtenkanal Sky News meldet unter Berufung auf britische Sicherheitskreise, acht oder neun Bewaffnete hätten den Tanker gekapert. Die Regierung in London gehe davon aus, dass der Iran oder mit ihm verbündete Milizen für die Entführung verantwortlich seien. Der US-Sender CNN berichtet ergänzend, die Hijacker würden das Transportschiff Richtung Iran steuern.

Auch Larisa Brown, eine Journalistin der britischen Zeitung „The Times“ spricht via Twitter von bis zu neun Bewaffneten. Nach ihren Worten deutet alles auf den Iran als Urheber.

Omans Luftwaffe entsandte ein Aufklärungsflugzeug in das Gebiet. Zuvor hatten mehrere Schiffe in der Region ein automatisches Status-Signal gesendet, laut dem sie aufgrund außergewöhnlicher Umstände manövrierunfähig seien.

Ein Sprecher des britischen Außenministeriums sagte in London, man arbeite mit Hochdruck an der Aufklärung eines Zwischenfalls mit einem Schiff vor der Küste der Arabischen Emirate. Saudi-Arabiens Außenminister warf dem Iran mit Blick auf den Vorfall vor, in einer „negativen Weise“ in der Region zu agieren.

Iran weist alle Anschuldigungen zurück

Die iranischen Revolutionsgarden, die paramilitärische Eliteeinheit der Streitkräfte, wiesen die Anschuldigungen zurück und erklärten nach einem Bericht des Staatsfernsehens, weder iranische Kräfte noch Verbündete seien an einem Angriff auf ein Schiff beteiligt gewesen.

Karte Strait of Hormus Iran Oman DE

Das Seegebiet, in dem der Tanker gekapert wurde, befindet sich unmittelbar vor der Straße von Hormus, eine Meerenge, die den Persischen Golf mit dem Golf von Oman verbindet. Sie stellt ein Nadelöhr für die weltweite Ölversorgung dar. Rund ein Fünftel der weltweiten Öltransporte müssen die Meerenge passieren.

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Die Lage in der Region ist nach dem mutmaßlichen Drohnenangriff auf den Öltanker „MT Mercer Street“ vom vergangenen Donnerstag gespannt. Dabei waren nach Angaben des israelischen Schiffsbetreibers zwei Seemänner, ein Brite und ein Rumäne, getötet worden. Großbritannien, Rumänien und Liberia sehen mit „hoher Wahrscheinlichkeit“ auch hier den Iran als Urheber. Die drei Staaten erhoben den Vorwurf jetzt in einem Schreiben an den UN-Sicherheitsrat in New York. „Dieser Angriff muss von der Staatengemeinschaft verurteilt werden“, heißt es weiter. Die Regierung in Teheran will auch für diesen Vorfall nicht verantwortlich gewesen sein. 

se/ww (rtr, ap, cnn)




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