Tausende Mammutbäume durch Waldbrände zerstört | Aktuell Amerika | DW

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Sie sind ein Naturwunder, ein Überbleibsel aus der Zeit der Dinosaurier und zu einem Trip an die Westküste der USA und dem Besuch einer der vielen Nationalparks gehören sie einfach dazu: die Mammutbäume. Sie werden über 80 Meter hoch. Ihr Stamm kann einen Umfang von 30 Metern erreichen und manche von ihnen sind weit über 2000 Jahre alt. Damit gehören sie zu den ältesten Bäumen der Welt.

Durch die verheerenden Waldbrände, die in diesem Jahr die kalifornischen Wälder verwüstet haben, sind Tausende dieser besonderen Baumriesen vernichtet worden. Bis zu 3600 Mammutbäume mit einem Umfang von mindestens 1,20 Meter wurden zerstört oder sind so stark geschädigt worden, dass sie voraussichtlich in den kommenden fünf Jahren eingehen, so die düstere Bilanz nach einer ersten umfassenden Untersuchung der Behörden.

Brennender Riesenmammutbaum im Sequoia Nationalpark

Durch die Flammen wurden viele Baumriesen so beschädigt, dass sie die kommenden Jahre nicht überleben werden

Der Verlust entspricht rund fünf Prozent des weltweiten Vorkommens dieser seltenen Baumart, hieß es weiter. Demnach waren bereits im vergangenen Jahr 14 Prozent des damaligen Mammutbaum-Bestandes in den USA durch schwere Brände vernichtet worden.

Eigentlich sind Mammutbäume gut vor Bränden geschützt, weil sie zum Beispiel eine sehr dicke Rinde haben. Während ihres jahrtausendelangen Lebens überstehen sie viele Waldbrände. Die Hitze des Feuers hilft ihnen sogar dabei, dass sich ihre Zapfen öffnen und die darin enthaltenen Samen für neue Mammutbäume freigeben.

USA Kalifornien | Sequoia Nationalpark | Mammutbaum General Sherman wird vor Feuer geschützt

Mit einer Spezialfolie wurde der Mammutbaum „General Sherman“ vor den Flammen geschützt

Durch den Klimawandel nimmt die Intensität der Waldbrände jedoch zu. Hinzu kommt, dass sich die Mammutbäume wegen anhaltender Dürre nicht gut von den Bränden erholen können. „Die ernüchternde Realität ist, dass wir einen weiteren großen Verlust bei einer endlichen Population dieser bedeutenden Bäume erlebt haben“, stellte Clay Jordan vom Sequoia- und Kings-Canyon-Nationalpark fest. Dieser Verlust sei über Generationen hinweg nicht wieder zu ersetzen.

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Kalifornien hat in den vergangenen fünf Jahren die schwersten Waldbrände erlebt. Das Baumsterben wäre in diesem Jahr noch schlimmer ausgefallen, wenn heftiger Regen und Schnee das Feuer Ende Oktober nicht eingedämmt hätten. Im vergangenen Jahr loderten die Brände von August bis in den Januar hinein.

uh/rb (afp, ap)




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