Tödliche Tragödie mit Migranten in Mexiko | Aktuell Amerika | DW

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Bei einem Verkehrsunglück im Süden Mexikos sind nach Angaben der Behörden mindestens 54 Migrantinnen und Migranten ums Leben gekommen. Laut Augenzeugen-Berichten hatte der Fahrer eines Lastwagens, auf dessen Ladefläche sich mehr als 100 Menschen befanden, wegen zu hoher Geschwindigkeit in einer Kurve die Kontrolle über den LKW verloren. Bei dem Unfall wurden außerdem mehrere Dutzend Menschen verletzt. 

Der mexikanische Präsident Andrés Manuel López Obrador erklärte, er bedauere zutiefst die Tragödie im Bundesstaat Chiapas mit Migranten aus Mittelamerika. „Ich umarme die Familien der Opfer“, schrieb er auf Twitter.

Der Direktor des Katastrophenschutzes, Luis Manuel García, gab an, dass nach Aussagen der Überlebenden die meisten der Migranten ursprünglich aus Guatemala stammen. Die Behörden kümmerten sich um die Klärung der rechtlichen Situation der Migranten, die Identifizierung sowie die Beerdigung der Verstorbenen, versprach García. Der guatemaltekische Staatschef Alejandro Giammattei versprach den Betroffenen „jede notwendige konsularische Hilfe, einschließlich Rückführungen“.

Mexiko Chiapas | Verkehrsunfall mit Migranten

Bergungsarbeiten an der Unglücksstelle bei Tuxtla Gutiérrez

UN fordern „legale Wege“

Der Unfall ereignete sich einige Autostunden von der Grenze zu Guatemala entfernt, dem Haupteinfallstor für Migranten aus Mittelamerika, die in die USA weiterziehen wollen. Der Transport in Lastwagen ist eine der üblichen Methoden von Schleppern, um Migranten ohne Ausweispapiere in die Vereinigten Staaten zu bringen. Andere Migranten schließen sich zu Karawanen zusammen, die einen großen Teil der langen Strecke zu Fuß zurücklegen. Dabei sind sie sowohl dem extremen Klima in vielen Regionen Mexikos als auch Übergriffen durch organisierte Verbrecherkartelle ausgesetzt. „Wir brauchen Migrationsalternativen und legale Wege, um Tragödien wie diese zu verhindern“, betonte die mexikanische Zweigstelle des UN-Hochkommissariats für Flüchtlinge.

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Der Zustrom von Menschen, die häufig vor Armut, Korruption und Gewalt in ihren Heimatländern fliehen, hat sich in den vergangenen Monaten vervielfacht. Viele hatten die Hoffnung, dass der demokratische US-Präsident Joe Biden eine offenere Einwanderungspolitik verfolgen würde als sein republikanischer Vorgänger Donald Trump. Doch auch Bidens Administration zeigte sich zuletzt fest entschlossen, mit einem Maßnahmenpaket die Migration aus Mittelamerika in Richtung USA zu stoppen.

wa/sti (afp, epd, kna, rtr, dpa)




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