Tödliches Marburg-Fieber in Guinea nachgewiesen | Aktuell Afrika | DW

Tödliches Marburg-Fieber in Guinea nachgewiesen | Aktuell Afrika | DW

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Wie die Weltgesundheitsorganisation (WHO) mitteilte, handelt es sich um den bisher ersten Fall des Marburg-Fiebers überhaupt in Westafrika. Die hochansteckende Krankheit wurde demnach im Süden Guineas in der Präfektur Guéckédou bei einem mittlerweile verstorbenen Patienten nachgewiesen. Erste Untersuchungen vor Ort wurden vom Institut Pasteur in Senegals Hauptstadt Dakar bestätigt.

Die Behörden leiteten die Suche nach Kontaktpersonen ein. Erschwert wird das Eindämmen des Ausbruchs durch den gleichzeitigen Kampf gegen das Coronavirus.

WHO warnt vor neuer Seuche

Die Regionaldirektorin der Weltgesundheitsorganisation für Afrika, Matshidiso Moeti, sagte, das Marburgvirus habe das Potenzial, sich „weit zu verbreiten“. Es müsse deshalb rasch gestoppt werden. Ein Team aus zehn WHO-Experten sei bereits vor Ort, um die nationalen Gesundheitsbehörden bei Notfallmaßnahmen zu unterstützen sowie weitere Tests in der Bevölkerung vorzunehmen. Auch die grenzüberschreitende Überwachung werde intensiviert, damit mögliche weitere Fälle rasch erkannt werden könnten. Die Nachbarstaaten Guineas seien in Alarmbereitschaft versetzt worden, teilte Moeti mit.

Das Marburgvirus stammt aus derselben Erreger-Familie wie das Ebolavirus, das in Guinea eine Epidemie ausgelöst hatte. Erst vor zwei Monaten hatte die WHO diese für beendet erklärt.

Das Marburg-Fieber, das durch ein fadenförmiges Filovirus verursacht wird, gehört wie Gelb-, Dengue-, Krim-Kongo-Fieber und eben Ebola zu den hämorrhagischen Erkrankungen des Menschen. Ähnlich wie eine Ebola-Infektion führt das durch Flughunde oder Fledermäuse übertragene Marburgvirus meist zu hohem Fieber und inneren Blutungen. Es gilt als hochansteckend und wird auf andere Menschen vor allem durch direkten Kontakt mit Körperflüssigkeiten eines Infizierten übertragen, aber auch über Oberflächen. Die Sterblichkeit liegt laut WHO zwischen 24 und 88 Prozent. Zugelassene Impfstoffe oder Medikamente gegen das Marburgvirus existieren bislang nicht.

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Erstmals beobachtet wurde das Virus im Sommer 1967 im Labor eines pharmazeutischen Unternehmens im hessischen Marburg, wodurch es seinen Namen bekam. Der Erreger war mit erkrankten Versuchsaffen aus Uganda nach Deutschland gelangt.

qu/wa (afp, dpa, ap)




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