Tornado in Kiel reißt Menschen ins Wasser | Aktuell Deutschland | DW

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In Höhe des Kieler Jachtclubs waren Ruderer damit beschäftigt, zwei Achter-Boote an Land zu holen, als der Tornado über die Kiellinie, die Uferpromenade, fegt. „Sie sind vollständig durcheinander gewirbelt worden, und dabei sind auch Leute ins Wasser gefallen“, teilte die Feuerwehr mit. Personen seien von umherfliegenden Gegenständen am Kopf getroffen worden. Insgesamt wurden nach Polizeiangaben vier Menschen schwer verletzt, drei mittelschwer. Mehrere Menschen seien leicht verletzt worden. Die Rettungskräfte waren mit einem Großaufgebot vor Ort.

Deutschland I Krankenwagen an der Kiellinie, vorne ein umgeknickter Baum

Krankenwagen an der Kiellinie, vorne ein umgeknickter Baum

Der Tornado hatte sich sehr schnell über die Kieler Förde der Promenade genähert. Da es zuvor geregnet hatte, war diese relativ leer. „Auf Grundlage von Bildern gehen wir davon aus, dass es sich um einen Tornado handelte“, sagte ein Experte vom Deutschen Wetterdienst (DWD) der Deutschen Presse-Agentur.

In sozialen Medien wie Twitter kursierten Videomitschnitte.

Schäden gab es auch in Kiel-Meimersdorf. In einem Neubaugebiet wurden Dächer abgedeckt. Auch in Kiel-Gaarden riss der Tornado Ziegel von den Dächern.

Unwetterwarnung für Schleswig-Holstein

Der Deutsche Wetterdienst hatte zuvor eine Unwetterwarnung für das nördliche Bundesland Schleswig-Holstein herausgegeben. An der Nordseeküste sei mit orkanartigen Böen bis zu 110 km/h zu rechnen. Auch an der Ostsee und im Binnenland könne es in der Nacht zum Donnerstag Sturmböen bis zu 80 km/h geben.

Mitte August hatte ein Tornado schwere Schäden in Ostfriesland angerichtet. In der Gemeinde Großheide wurden Hausgiebel weggerissen und Fahrzeuge durch die Luft geschleudert. Menschen kamen nicht zu Schaden.

Pro Jahr werden in Deutschland nach Angaben von Meteorologen zwischen 20 und 60 Tornados nachgewiesen. Die Wirbelstürme entstehen bei großen Temperaturunterschieden und treten in Mitteleuropa häufig zusammen mit Gewittern auf. Dabei entwickelt sich aus der Gewitterwolke ein rüsselartiger Wolkenschlauch bis in Bodennähe.

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se/mak (dpa, afp, ndr) 




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