Totalausfall bei Facebook & Co. | Aktuell Welt | DW

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Auf der Website für Störungsmeldungen downdetector.com (allestörungen.de) sind innerhalb weniger Minuten mehr als 100.000 Vorfälle im Zusammenhang mit den beliebten Apps des Facebook-Konzerns gemeldet worden. Nutzerinnen und Nutzer der Facebook-Website sahen von etwa 17.00 Uhr MESZ an lediglich eine Fehlerseite oder eine Meldung, dass ihr Browser keine Verbindung herstellen kann. Bei WhatsApp können keine Nachrichten verschickt werden, bei Instagram wird der Feed nicht neu geladen.

Facebook-Sprecher Andy Stone meldete sich via Twitter zu Wort und teilte mit, das Unternehmen sei sich bewusst, dass es Probleme gebe. „Wir arbeiten daran, den Betrieb so schnell wie möglich wieder aufzunehmen, und entschuldigen uns für die Unannehmlichkeiten“, schrieb Stone. 

Cyberangriff eher nicht vermutet

Zwei namentlich nicht genannte IT-Sicherheitsexperten von Facebook sagten der Zeitung „New York Times“, eine Cyberattacke als Auslöser der Störung erscheine unwahrscheinlich. Die Technologie hinter den einzelnen Apps des Konzerns sei zu unterschiedlich, um sie mit einem Cyberangriff alle gleichzeitig offline zu bringen. Laut der Zeitung fiel auch das interne Kommunikationssystem bei Facebook aus. Das bedeutet, die Mitarbeiter können nicht mehr auf E-Mails zugreifen.

Kevin Collier von NBC News berichtet auf Twitter, Facebook-Beschäftigte kämen nicht einmal mehr in ihre eigenen Büroräume. Denn der Zugang zu den Räumen ist ans Internet gekoppelt, von dem Facebook intern abgeschnitten ist.

Problem mit dem DNS-Service? 

Web-Experten vermuten ein Problem mit dem DNS-Service (Domaine Name System). Dieser Dienst sorgt unter anderem dafür, dass mit Buchstaben eingetippte Website-Namen in die IP-Adressen übersetzt werden, damit diese angesteuert werden können. Laut den Fachleuten verschwanden die DNS-Einträge der Facebook-Dienste aus dem Service, der den Datenverkehr steuert – damit waren sie sozusagen unsichtbar für die Netzinfrastruktur.

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Der IT-Sicherheitsexperte Brian Krebs erklärte, anders gesagt habe Facebook die Karte entfernt, dank der die Computer weltweit die Dienste des Konzerns finden. „Wenn jemand die Adresse Facebook.com in seinen Webbrowser eintippt, hat der Browser keine Ahnung, wo man Facebook.com findet und gibt eine Fehlermeldung aus.“

Der Technik-Chef des Cloud-Dienstleisters Cloudflare, John Graham-Cumming, wies darauf hin, Nutzer und auch Software versuchten weiterhin, Facebook-Dienste anzusteuern. Das sorge für einen massiven Anstieg der Auslastung anderer DNS-Dienste, schrieb er bei Twitter.

Whistleblowerin sagt im US-Senat zu Facebook aus 

Für den Online-Konzern ist der Ausfall die Krönung ohnehin schlechter Wochen. Insbesondere in den USA steht Facebook gerade unter starkem politischen Druck. Erst am Sonntag hatte die ehemalige Mitarbeiterin Frances Haugen sich als Whistleblowerin zu erkennen gegeben. Die Datenwissenschaftlerin erhebt schwere Vorwürfe gegen den Online-Konzern und wirft ihm vor, Profit über das Wohl der Nutzer zu stellen. An diesem Dienstag soll sie im US-Senat befragt werden.

se/wa (dpa, ap, rtr, afp)




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