Tote an armenisch-aserbaidschanischer Grenze | Aktuell Asien | DW

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Bei Zusammenstößen mit aserbaidschanischen Streitkräften sind nach Darstellung des armenischen Verteidigungsministeriums drei eigene Soldaten an der Grenze getötet und zwei weitere verletzt worden. Eriwan habe nach einem aserbaidschanischen “Angriff” im nordöstlichen Grenzgebiet nahe dem Sewansee eine “bewaffnete Aktion” eingeleitet.

Das aserbaidschanische Außenministerium warf dem Nachbarstaat dagegen militärische Provokation vor. Zwei aserbaidschanische Soldaten seien verletzt worden, als armenische Truppen auf deren Stellungen geschossen hätten. “Armenien trägt die volle Verantwortung für diese Eskalation”, hieß es. Zudem verbreite Eriwan Falschinformationen.

Infolge der jüngsten Zusammenstöße vermittelte Russland einen neue Feuerpause, die schon in Kraft trat. Beide Seiten kündigten an, sich daran zu halten.

Verfeindete Ex-Sowjetrepubliken

Die früheren Sowjetrepubliken sind seit langem verfeindet. Im vergangenen Jahr war der wiederaufgeflammte bewaffnete Konflikt in der Region Berg-Karabach bereits unter russischer Vermittlung vorübergehend beruhigt worden. Doch seit Monaten nahmen die Spannungen wieder zu.

Aserbaidschan Baku | Armenische Soldaten vor Gericht

Vor knapp zwei Wochen standen armenische Soldaten in Aserbaidschan wegen Terrorvorwürfen vor Gericht (Symbolbild)

Während der sechswöchigen Kämpfe zwischen September und November waren mehr als 6500 Menschen getötet worden. Gemäß der Waffenstillstandsvereinbarung musste Armenien große Gebiete an Aserbaidschan abtreten, die es jahrzehntelang kontrolliert hatte. Russland hat in der Region rund 2000 Soldaten stationiert.

Unabhängigkeitserklärung mündet in Krieg

In den 1990er-Jahren hatten Armenien und Aserbaidschan gegeneinander Krieg geführt, nachdem Berg-Karabach einseitig seine Unabhängigkeit erklärt hatte. Mehrere Zehntausend Menschen wurden damals getötet. Die Vereinten Nationen gaben die Zahl der Flüchtlinge und Binnenvertriebenen mit 700.000 an. Das Gebiet am Sewansee, in dem die jüngste Auseinandersetzung stattfand, liegt jedoch außerhalb von Berg-Karabach, das von der internationalen Gemeinschaft nicht als unabhängiger Staat anerkannt wird.

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jj/ehl (dpa, afp)




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