Tote bei Anschlag am Flughafen von Kabul | Aktuell Asien | DW

Tote bei Anschlag am Flughafen von Kabul | Aktuell Asien | DW

0 Von


Der Sprecher des US-Verteidigungsministeriums, John Kirby, schrieb auf Twitter, eine der Detonationen habe sich am Abbey-Tor des Flughafens ereignet. Zudem habe es eine zweite Explosion in der Nähe des Hotels Baron gegeben, das nicht weit entfernt ist. Durch die “komplexe Attacke” sei eine bislang unbekannte Zahl an Toten und Verletzten zu beklagen. Unter ihnen seien auch Amerikaner.

Die Lage ist weiter unübersichtlich. Laut einem Vertreter der radikalislamischen Taliban, die seit kurzem in Afghanistan an der Macht sind, wurden mindestens 13 Menschen bei der Detonation getötet. Unter ihnen seien auch Kinder und viele Wachen der Taliban. Die Nichtregierungsorganisation Emergency spricht von mindestens sechs, das russische Außenministerium von mindestens zwei Toten. In den vergangenen Tagen hatte es zunehmend Warnungen vor Terroranschlägen rund um den Flughafen in Kabul gegeben. 

Die Nachrichtenagentur Reuters meldet unter Berufung auf ungenannte Quellen aus der US-Regierung, die USA verdächtigten das Khorasan-Netzwerk, einen Ableger der Terrororganisation “Islamischer Staat”, als Urheber des Anschlags. Die Gruppe, auf deren Konto zahlreiche tödliche Angriffe in der Region gehen, ist mit den Taliban verfeindet. Auch abtrünnige Taliban sollen zu ihren Mitgliedern zählen.

Bundeswehr: Keine eigenen Kräfte betroffen

Die Bundeswehr bestätigte die Explosion auf Twitter und erklärte, es seien keine eigenen Kräfte betroffen. In deutschen Sicherheitskreisen hieß es, das Attentat sei von außerhalb des Flughafens verübt worden, nicht von einer oder mehreren Personen, die sich auf das Gelände des Flughafens geschmuggelt hätten.

Karte Infografik Kabul Flughafen DE

Derweil hob nach inoffiziellen Angaben in Kabul die letzte Evakuierungsmaschine der Bundeswehr ab. Das Flugzeug steuerte die usbekische Hauptstadt Taschkent an, die als Drehkreuz für die Rettungsmission dient. Insgesamt flog die Bundeswehr nach eigenen Angaben mehr als 5200 Menschen außer Landes, darunter 4200 Afghanen und 505 deutsche Staatsbürger.

Empfehlung:   Pompeo schickt Botschaft nach Afghanistan | Aktuell Welt | DW

Bundeskanzlerin Angela Merkel sagte eine geplante Reise nach Israel wegen der Krise in Afghanistan ab, wie Regierungssprecher Steffen Seibert mitteilte. Der Besuch soll nachgeholt werden. Merkel wollte kurz vor dem Ende ihrer Amtszeit auf Einladung des neuen israelischen Ministerpräsidenten Naftali Bennett das Land besuchen.

jj/uh (dpa, afp, rtr)

Dieser Artikel wird fortlaufend aktualisiert.




Dieser Beitrag ist ein öffentlicher RSS Feed. Sie finden den Original Post unter folgender Quelle (Website) .

DigistoreProfi stellt den RSS-Nachrichtendienst nur zur Verfügung und distanziert sich vor Falschmeldungen oder Irreführung. Unsere Nachrichten soll lediglich zum Informationsaustausch genutzt werden.