Tote und Verletzte nach Anschlag in Kabul | Aktuell Asien | DW

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Bei dem Angriff auf das Militärkrankenhaus in der afghanischen Hauptstadt  sind mindestens 19 Menschen getötet und 50 weitere verletzt worden. Dies teilte ein Vertreter des Gesundheitsministeriums der herrschenden radikalislamischen Taliban mit.

Die staatliche Nachrichtenagentur Bachtar berichtete, nach der Explosion am Eingangstor seien Augenzeugen zufolge mehrere Kämpfer der Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) in das Krankenhaus vorgedrungen und hätten sich dort Gefechte mit Sicherheitskräften geliefert. Ein Vertreter der Taliban teilte mit, der Angriff sei von einem Selbstmordattentäter eingeleitet worden. Dieser sei auf einem Motorrad unterwegs gewesen und habe sich am Eingang des Hospitals in die Luft gesprengt. Weitere Angreifer seien beteiligt gewesen, die inzwischen getötet worden seien. Die Attacke sei vorbei.

Eine italienische Nichtregierungsorganisation, die in Kabul ein eigenes Krankenhaus betreibt, schrieb im Kurzbotschaftendienst Twitter, es seien neun Verletzte vom Anschlagsort in ihre Klinik gebracht worden.

Auf Fotos, die von Anwohnern in sozialen Medien geteilt wurden, war eine Rauchwolke über dem Explosionsort in der Nähe des ehemaligen Diplomatenviertels zu sehen.

In Kabuls größtem Militärkrankenhaus werden verletzte Kämpfer sowohl der Taliban als auch der früheren afghanischen Sicherheitskräfte behandelt.

IS und die Taliban: Tödliche Feindschaft

Zunächst bekannte sich niemand zu den Explosionen. Nach der Machtübernahme der Taliban im August im Zuge des Abzugs der internationalen Truppen hat die mit ihnen verfeindete IS-Miliz bereits mehrfach Anschläge verübt. Der IS hat zudem bereits 2017 einen Anschlag auf das Krankenhaus verübt, damals waren mehr als 30 Menschen getötet worden.

Zuletzt bekannte sich die Terrormiliz in Afghanistan zu zwei Angriffen auf Moscheen mit zahlreichen Toten. Die Taliban haben den IS seit dessen Auftauchen am Hindukusch Anfang 2015 trotz ideologischer Nähe bekämpft.

Bewaffnete um einen Pick-up, der quer auf einer Straße in der Nähe von Kabuls Militärkrankenhaus steht

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Nach den Explosionen errichteten die Taliban Straßensperren in der Gegend um das Kabuler Militärkrankenhaus

Mitte August hatten die Taliban die Macht in Afghanistan militärisch übernommen. Armee und Polizei zerfielen, Vertreter der gewählten Regierung flohen. Die Islamisten riefen eine Regierung aus. Diese sieht sich mit zahlreichen Problemen konfrontiert – die Sicherheit im Land ist eines davon.

qu/uh/cw (afp, ape, dpa, rtre)




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