Tragödie am Kabuler Airport | Aktuell Asien | DW

Tragödie am Kabuler Airport | Aktuell Asien | DW

0 Von


“Unsere Gedanken sind bei den Familien von sieben afghanischen Zivilisten, die tragischerweise in der Menge in Kabul gestorben sind”, erklärte das britische Verteidigungsministerium. London bemühe sich, die Lage “so sicher wie möglich zu gestalten”.

Zuvor hatte bereits ein Korrespondent des Senders Sky News von chaotischen Szenen vor den Toren des Flughafens der afghanischen Hauptstadt berichtet, bei denen Menschen “gequetscht” worden seien. Viele seien dehydriert und verzweifelt gewesen. Laut seinem Bericht konnten Sanitäter bei mehreren Menschen keine Lebenszeichen mehr feststellen, woraufhin diese in weiße Tücher gehüllt wurden.

“Gefährlich & volatil”

Die US-Botschaft in Kabul warnte auf ihrer Internetseite: “Aufgrund potenzieller Sicherheitsbedrohungen (…) raten wir US-Bürgern, derzeit nicht zum Airport zu reisen und die Tore des Flughafens zu meiden.” Auch das Auswärtige Amt in Berlin beschrieb die Situation am Flughafen als “gefährlich & volatil”.

Je länger der Tag dauere, desto mehr Ausreisewillige kämen hinzu, schilderte ein Augenzeuge am Sonntag die Situation vor Ort. Am Eingang würden aktuell regelmäßig Personen von Briten aufgerufen und in den Flughafen eskortiert. Die Menschen in der gedrängten Menge, die alle auf einen Evakuierungsflug ins Ausland hofften, seien aggressiv. “Wir wollen aber keine Chance verpassen, hineinzukommen”, sagte der Augenzeuge, der nach eigenen Angaben selbst auf einer Liste für einen Flug steht.

Afghanistan Kabul Airport | Evakuierungen

Sie haben es geschafft: Zivilisten an Bord eines Flugzeugs der US Air Force

Großbritannien setzt sich inzwischen dafür ein, die Rettungsmission aus Afghanistan über den 31. August hinaus zu verlängern. “Vielleicht dürfen die Amerikaner länger bleiben, dann werden sie unsere volle Unterstützung haben”, schrieb Verteidigungsminister Ben Wallace in einem Gastbeitrag für die “Mail on Sunday”. US-Präsident Joe Biden hatte bisher das Ziel ausgegeben, die Evakuierungen bis Ende des Monats abzuschließen und sich bisher nicht auf eine Verlängerung festlegen wollen.

Empfehlung:   Waldbrände im Amazonas: Verheerendster Juni seit 13 Jahren | Aktuell Amerika | DW

wa/nob (afp, dpa, rtr)




Dieser Beitrag ist ein öffentlicher RSS Feed. Sie finden den Original Post unter folgender Quelle (Website) .

DigistoreProfi stellt den RSS-Nachrichtendienst nur zur Verfügung und distanziert sich vor Falschmeldungen oder Irreführung. Unsere Nachrichten soll lediglich zum Informationsaustausch genutzt werden.