Trump: ″Zukunft wird zeigen, wer regieren wird″ | Aktuell Amerika | DW

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Eine Corona-Impfung kommt “extrem bald”, kündigte Präsident Donald Trump bei seinem Statement vor der Presse im Rosengarten des Weißen Hauses an. Bereits im Dezember sollen die ersten Amerikaner geimpft werden. Im April könnte der Impfstoff von Pfizer und Biontech dann für die gesamte Bevölkerung zur Verfügung stehen. Die amerikanische Regierung habe sich vertraglich bereits die Lieferung von 100 Millionen Impfdosen gesichert und habe die Option, schnell Millionen weitere Dosen zu bekommen, sagte Trump. Die jüngst von den Herstellern berichtete Wirksamkeit des Impfstoffs “übertrifft bei Weitem alle Erwartungen”.

Dann ließ Trump erstmals einen leisen Zweifel an der bisher von ihm gezeigten Siegesgewissheit erkennen. “Idealerweise werden wir nicht in einen Lockdown gehen”, sagte Trump angesichts rapide ansteigender Corona-Fallzahlen in den USA. “Hoffentlich – was auch immer in der Zukunft passiert, wer weiß, welche Regierung es sein wird, ich denke, das wird die Zukunft zeigen – aber ich kann Ihnen sagen: Diese Regierung wird nicht in einen Lockdown gehen.” Man konnte fast den Eindruck bekommen, er wolle sagen, hoffentlich werde es eine Regierung unter einem Präsidenten Joe Biden auch nicht tun. Aber mehr als diesen Halbsatz sagte Trump nicht und Fragen der geladenen Pressevertreter waren nach dem Statement, in dem Trump den Kampf seiner Regierung gegen das Coronavirus anpries, nicht erlaubt.

Biden fordert Sofortmaßnahmen gegen Corona

Der gewählte Präsident Biden forderte hingegen dringende Sofortmaßnahmen gegen die rasante Ausbreitung des Coronavirus. Bis ein wirksamer Impfstoff gegen COVID-19 allgemein zur Verfügung stehe, werde es noch viele Monate dauern. “Dringendes Handeln ist heute geboten, jetzt, von der gegenwärtigen Regierung – angefangen mit einem Eingeständnis, wie ernst die gegenwärtige Lage ist.” Die Krise erfordere eine sofortige, entschiedene Antwort der Regierung in Washington. Leider gebe es diese bisher nicht, sagte Biden.

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Impfstoff-Notfallzulassung soll bei FDA beantragt werden

Das deutsche Biotechnologie-Unternehmen Biontech und der amerikanische Pharmakonzern Pfizer wollen dem Vernehmen nach noch im Lauf des Monats bei der Lebens- und Arzneimittelbehörde FDA eine Notfallzulassung für den Impfstoff beantragen. Erst Anfang der Woche hatten sie mitgeteilt, dass ihr Impfstoff nach ersten Erkenntnissen einen mehr als 90-prozentigen Schutz vor einer Coronavirus-Infektion bietet.

Die Kriterien für eine Notfallzulassung der FDA sind nicht sehr anspruchsvoll. Grob gesagt muss dafür nachgewiesen werden, dass ein Medikament oder eine Impfung mehr hilft als schadet. Für eine volle Zulassung der FDA hingegen gelten deutlich höhere Hürden, es handelt sich um einen langwierigen Prozess.

qu/wa (dpa, afp, ap)




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