Tschads Langzeitherrscher Déby bei Kämpfen mit Rebellen getötet | Aktuell Afrika | DW

Tschads Langzeitherrscher Déby bei Kämpfen mit Rebellen getötet | Aktuell Afrika | DW

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Tschads Langzeitherrscher Idriss Déby Itno ist tot. Das gab ein Militärsprecher im Staatsfernsehsender bekannt. Der Staatschef sei bei Zusammenstößen mit einer Rebellengruppe an der Front gestorben. Die Kämpfe hätten am Wochenende im Norden des Landes stattgefunden. Déby wurde 68 Jahre alt. Sein Sohn, General Mahamat Kaka, sei zum Übergangsstaatschef bestimmt worden, so der Sprecher weiter.

FACT-Rebellen wollten Déby stürzen

In den vergangenen Tagen hatten sich die tschadische Armee und Rebellen heftige Kämpfe geliefert. Die Rebellenkoalition FACT war am 11. April von Libyen aus in das Land eingedrungen offenbar mit dem Ziel, Déby zu stürzen. Militärangaben zufolge wurden mehrere hundert Kämpfer getötet, als sie auf die Hauptstadt N’Djamena vorrücken wollten.

1990 war Déby durch einen Putsch an die Macht gekommen, seitdem regierte er den Tschad, der zu den ärmsten Staaten der Welt gehört, zunehmend autokratisch. Erst am Montag hatte die Wahlkommission des zentralafrikanisches Landes erklärt, Déby habe sich bei der Wahl am 11. April mit knapp 80 Prozent der Stimmen durchgesetzt und gehe damit in seine sechste Amtszeit.

“Rückschlag bei Stabilisierung der Sahel-Region”

Nach einer ersten Einschätzung von Thomas Schiller, dem Leiter des Regionalprogramms Sahel der Konrad-Adenauer-Stiftung in Bamako, wird Débys Tod negative Konsequenzen für den Kampf gegen den Terror im Sahel haben. In einem Interview der Deutschen Welle sagte Schiller: “Der Tod von Präsident Déby, angeblich gefallen an der Front im Kampf gegen Rebellengruppen im Tschad, ist ein weiterer Rückschlag mit Blick auf die Stabilisierung der gesamten Sahel-Region.” Der Putsch in Mali, die chaotischen Zustände nach den Wahlen im Niger und nun Déby führten dazu, dass es “immer schwieriger werden wird, die gesamte Region stabil zu bekommen.”

sti/kle (DW, afp, dpa, rtr, epd)

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