Tschads Präsident im Amt bestätigt | Aktuell Afrika | DW

Tschads Präsident im Amt bestätigt | Aktuell Afrika | DW

0 Von


Bei der Präsidentschaftswahl im Tschad ist Amtsinhaber Idriss Déby Itno mit großer Mehrheit wiedergewählt worden. Wie die Wahlkommission in der Hauptstadt N’djamena mitteilte, erhielt Déby gut 79 Prozent der Stimmen.

Das vorläufige Ergebnis muss noch vom Obersten Gericht des zentralafrikanischen Landes bestätigt werden – dann darf der 68-Jährige offiziell seine sechste Amtszeit antreten. 2018 hatte der Staatschef eine neue Verfassung durchgesetzt, mit der er sogar bis 2033 regieren könnte.

Opposition ohne Chance

Déby, der 1990 durch einen Putsch an die Macht gekommen war, galt bereits vor der Abstimmung am 11. April als sicherer Wahlsieger. Er hatte zwar mehrere Gegenkandidaten, die im Wahlkampf aber weitgehend unsichtbar blieben. Der frühere Regierungschef Albert Pahimi Padacke bekam immerhin noch rund zehn Prozent der Stimmen, was für Platz zwei reichte.

Die Wahl in dem von Armut und Gewalt gebeutelten Staat fand in einem angespannten Klima statt. Demonstrationen der Opposition erlaubt die Regierung schon seit Jahren nicht mehr.

Tschad I Militärische Operation gegen Rebellen in Ziguey

Im Kampf gegen Aufständische: Soldaten der Armee des Tschad

Die Rebellenbewegung “Front für Wandel und Eintracht im Tschad” (FACT) will Débys Regierung destabilisieren. Bei Kämpfen mit Soldaten seien kürzlich mehr als 300 Rebellen getötet und 150 weitere festgenommen worden, berichtete ein Militärsprecher.

Nach Angaben der Weltbank leben im Tschad 42 Prozent der Menschen unter der Armutsgrenze. Auf der internationalen Skala der Entwicklung belegt das zentralafrikanische Land den drittletzten Platz.

wa/AL (afp, dpa)




Dieser Beitrag ist ein öffentlicher RSS Feed. Sie finden den Original Post unter folgender Quelle (Website) .

DigistoreProfi stellt den RSS-Nachrichtendienst nur zur Verfügung und distanziert sich vor Falschmeldungen oder Irreführung. Unsere Nachrichten soll lediglich zum Informationsaustausch genutzt werden.

Empfehlung:   Bericht: Frankreich half Völkermord-Verdächtigen in Ruanda | Aktuell Afrika | DW