Türkei: Lebenslange Haft für Mord an russischem Botschafter | Aktuell Europa | DW

Türkei: Lebenslange Haft für Mord an russischem Botschafter | Aktuell Europa | DW

0 Von


Fünf Männer wurden unter anderem wegen Umsturzversuchs und vorsätzlicher Tötung verurteilt, wie die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu berichtete. Sie erhielten lebenslange Haftstrafen. Sechs Angeklagte wurden freigesprochen.

Mord vor laufender Kamera

Der russische Diplomat Andrej Karlow war am 19. Dezember 2016 ermordet worden. Ein 22-jähriger Polizist erschoss den Botschafter bei der Eröffnung einer Fotoausstellung in Ankara vor laufender Kamera. Während der Tat rief der Angreifer “Allahu Akbar” und “Vergesst nicht Aleppo” mit Blick auf die Großstadt in Nordsyrien, die zuvor nach erbitterten Kämpfen von den syrischen Regierungstruppen mit Unterstützung der russischen Luftwaffe zurückerobert worden war. Der Fall belastete die Beziehungen zwischen Russland und der Türkei schwer. Die Staatsanwaltschaft sprach in der Anklageschrift von einem “Akt der Provokation”.

Männer tragen Sarg mit der russischen Flagge

Trauerakt für den getöteten Diplomaten Andrej Karlow in Moskau

Auch Fethullah Gülen angeklagt

Dem Attentäter warf die Justiz vor, der Bewegung des in den USA lebenden islamischen Predigers Fethullah Gülen angehört zu haben, die von Ankara auch für den gescheiterten Militärputsch im Juli 2016 verantwortlich gemacht wird. Laut der Anklage wollte die umstrittene Bewegung mit der Tat den Abbruch der türkisch-russischen Beziehungen bewirken und die beiden Länder an den Rand eines Krieges bringen.

Auch Gülen war zunächst unter den Angeklagten. Sein Verfahren und das acht weiterer flüchtiger Angeklagter solle getrennt verhandelt werden, hieß es.

fab/wa (dpa, afp)




Dieser Beitrag ist ein öffentlicher RSS Feed. Sie finden den Original Post unter folgender Quelle (Website) .

DigistoreProfi stellt den RSS-Nachrichtendienst nur zur Verfügung und distanziert sich vor Falschmeldungen oder Irreführung. Unsere Nachrichten soll lediglich zum Informationsaustausch genutzt werden.

Empfehlung:   Indien überholt Brasilien bei Corona-Infektionen | Aktuell Asien | DW