U-Boot-Streit: Aussöhnung ″wird Zeit brauchen″ | Aktuell Europa | DW

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Der U-Boot-Streit zwischen Frankreich und den USA ist aus Sicht des französischen Außenministers Jean-Yves Le Drian nicht beigelegt. Ein „Ausweg aus der Krise“ erfordere „Zeit“ und „Taten“, sagte Le Drian am Rande der UN-Generaldebatte in New York, wo er US-Außenminister Antony Blinken zu einem rund einstündigen Gespräch getroffen hatte.

Ein erster Schritt sei aber mit dem Telefonat zwischen Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron und US-Präsident Joe Biden am Vortag erfolgt, heißt es aus dem französischen Außenministerium weiter. Le Drian und Blinken hätten sich über die „Modalitäten und wichtigsten Themen des Prozesses tiefgehender Konsultationen“ ausgetauscht, mit denen das Vertrauen wieder hergestellt werden solle.

Auch die EU spricht von Vertrauensbruch

Der U-Boot-Streit hatte zu einem tiefen Zerwürfnis zwischen den beiden historisch verbündeten Ländern geführt. Die USA, Großbritannien und Australien hatten vergangene Woche das indopazifische Bündnis AUKUS angekündigt, das auch den gemeinsamen Bau von Atom-U-Booten für Australien umfasst. Weil Australien daraufhin ein lange geplantes, milliardenschweres U-Boot-Geschäft mit Frankreich platzen ließ, reagierte Paris extrem verärgert.

Aber auch die EU bewertet den heimlich geschmiedeten Verteidigungspakt als einen Vertrauensbruch. Deshalb stand in Brüssel die Frage im Raum, ob ein wichtiges Treffen mit den USA abgesagt werden sollte. EU-Vizekommissionspräsidentin Margrethe Vestager und ihr Kollege Valdis Dombrovskis wollen jedoch in der kommenden Woche wie geplant zu den Spitzengesprächen nach Pittsburgh reisen. „Bei strategischen Allianzen geht es darum, gemeinsame Ansätze zu gestalten und auch Schwierigkeiten zu überwinden“, kommentierten sie.

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und US-Präsident Joe Biden hatten bei ihrem Gipfeltreffen im Juni einen Handels- und Technologierat ins Leben gerufen. Das neue Forum sollte helfen, die transatlantischen Handels- und Wirtschaftsbeziehungen auf der Grundlage gemeinsamer Werte zu vertiefen. Für die USA sollen Außenminister Antony Blinken, Handelsministerin Gina Raimondo und die Handelsbeauftragte Katherine Tai an den Gesprächen in Pittsburgh teilnehmen.

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rb/bru (AFP, AP, dpa, Reuters)




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