Umstrittene Denkmäler in Charlottesville abgebaut | Aktuell Amerika | DW

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Unter anderem die Statuen der beiden Südstaaten-Generäle Robert E. Lee und Thomas “Stonewall” Jackson wurden am Samstag unter dem Applaus dutzender Menschen demontiert und abtransportiert. Sie kommen zunächst in eine Lagerhalle, wie die Stadt im US-Bundesstaat Virginia mitteilte.

2017 eskalierte der Streit

Der Streit um das Standbild von Lee hatte 2017 zu heftigen Auseinandersetzungen geführt. Bei einer gewalttätigen Demonstration rechter Gruppen für den Erhalt des Denkmals wurde eine Gegendemonstrantin von einem Rechtsextremisten mit einem Auto angefahren und getötet, mehrere weitere Demonstranten wurden verletzt.

Der damalige US-Präsident Donald Trump machte “beide Seiten” – Rechtsextreme und Gegendemonstranten – für die Gewalt in Charlottesville verantwortlich. Selbst Parteifreunde und die Armeeführung distanzierten sich daraufhin von Trump und forderten eine klare Verurteilung von Hass und Rassismus.

Robert E. Lee, dessen Statue demontiert wurde, führte die Konföderierten im Bürgerkrieg der Südstaaten gegen die Nordstaaten. Die damals weitgehend landwirtschaftlich geprägten Südstaaten wehrten sich unter Lees Führung vehement gegen die Abschaffung der Sklaverei und gegen mehr Rechte für Schwarze. Lee wird von der rechten Szene in den USA als Held verklärt.

Der Stadtrat von Charlottesville hatte bereits im Februar 2016 die Entfernung der Lee-Statue beschlossen. Es folgte ein jahrelanges juristisches Tauziehen. Den ehemaligen Lee-Park, in dem die Statue stand, benannte die Stadt in Market Street Park um.

haz/ust (afp, dpa, rtr)




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