UN fordern internationalen Druck auf Myanmar | Aktuell Asien | DW

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Mehr als 100 Tage nach dem Staatsstreich in Myanmar geht das Militär nach Angaben der Vereinten Nationen weiter mit brutaler Gewalt gegen die Zivilbevölkerung vor. Die Menschenrechte in dem südostasiatischen Land würden von Militär und Sicherheitskräften mit Füßen getreten, sagte ein Sprecher des UN-Menschenrechtsbüros in Genf.

Nach glaubwürdigen Berichten wurden mindestens 782 Menschen getötet. Rund 3750 Menschen wurden festgenommen. Das Schicksal der meisten ist unbekannt. 86 wurden in Geheimprozessen verurteilt, davon 25 zum Tod.

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Die Junta ignoriert auch einen Plan der südostasiatischen Staatengemeinschaft ASEAN, dem sie selbst bei einem Gipfeltreffen vor drei Wochen zugestimmt hatte. Kernpunkte sind die Forderungen nach einem “sofortigen Ende der Gewalt”, einem “Dialog zwischen allen betroffenen Parteien sowie die Entsendung eines ASEAN-Sonderbotschafters als Vermittler in Myanmar. Das Menschenrechtsbüro appellierte an die internationale Gemeinschaft, sich stärker zu engagieren.

Im ehemaligen Birma hatte das Militär Anfang Februar gegen die De-Facto-Regierungschefin Aung San Suu Kyi geputscht, die bis dahin mit Beteiligung der Armee regiert hatte. Die 75-jährige Friedensnobelpreisträgerin sitzt seither im Hausarrest. Die Demonstranten fordern eine Wiedereinsetzung ihrer Regierung. Das myanmarische Widerstandsnetzwerk “Bewegung für zivilen Ungehorsam” (CDM) twitterte: “100 Tage seit dem Putsch. Wir werden bis zum Sieg kämpfen.”

uh/qu (dpa, rtr, kna)




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