UN-Schutz für Friedensnobelpreisträger Mukwege | Aktuell Afrika | DW

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Wegen anhaltender Morddrohungen steht der kongolesische Friedensnobelpreisträger Denis Mukwege unter UN-Schutz. “Die Vereinten Nationen haben zur Unterstützung unserer Anstrengungen das Krankenhaus abgesichert – es handelt sich um Polizisten der UN-Blauhelme”, sagte Mukwege. Unklar sei, wie lange der Schutz geplant sei. In den letzten Monaten habe es keine Sicherheit gegeben. Bei Twitter bedankte er sich dafür, dass die UN-Mission Kräfte umverteilt habe.

Mukwege hatte 2018 gemeinsam mit der irakischen Menschenrechtsaktivistin Nadia Murad den Friedensnobelpreis für ihren Kampf gegen sexuelle Gewalt erhalten. Der 65-jährige Gynäkologe gilt als weltweit führender Experte für die Behandlung von Verletzungen durch Gruppenvergewaltigungen. Ende der 1990er Jahre gründete er ein Krankenhaus im Ostkongo. Als Menschenrechtler setzt er sich zudem auf politischer Ebene dafür ein, Vergewaltigungen als Kriegswaffe ein Ende zu setzten.

Mukwege prangert Massaker an

Schon früher hatte Mukwege Todesdrohungen erhalten, 2012 überlebte er einen Mordanschlag. Kürzlich hat er ein Massaker in der von Unruhen heimgesuchten Region im Osten des Kongos verurteilt. Mukwege bekam daraufhin Todesdrohungen in den Sozialen Medien und per Telefon. Im Ostkongo ringen Rebellen, Islamisten und Regierung um die Kontrolle wertvoller Bodenschätze. Im Kampf gegen die Milizen begehen die Sicherheitskräfte auch immer wieder Menschenrechtsverletzungen. Die werden von Mukwege angeprangert.

UN-Menschenrechtskommissarin Michelle Bachelet hatte sich bereits Ende August “zutiefst besorgt” über die Drohungen gegen Mukwege gezeigt. “Sein Leben scheint stark bedroht zu sein”, sagte sie. Mit seiner Kritik an der Tötung von Zivilisten im Ostkongo habe Mukwege Verantwortung für Menschenrechtsverletzungen eingefordert. Er sei “ein wahrer Held – entschlossen, mutig und extrem effektiv”. In den vergangenen Tagen hatte es vor Mukweges Krankenhaus auch Proteste gegeben, um Schutz für ihn und seine Patientinnen zu fordern. 

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wo/qu (dpa, afpe, rtre)




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