Unionsfraktionschef will längeren Lockdown | Aktuell Deutschland | DW

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Dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) sagte der Vorsitzende der Unionsfraktion im Bundestag, die Zahlen müssten noch weiter herunter. Im übrigen müsse Deutschland wegen der Mutation des Virus bei Lockerungen der Maßnahmen sehr vorsichtig sein. “Das, was wir zum Beispiel in Großbritannien und Irland gesehen haben, ist sehr besorgniserregend”, sagte Brinkhaus.

Viele Fehler in Altenheimen

Zugleich kündigte er eine Aufarbeitung der Fehler beim Schutz von alten Menschen während der Corona-Krise an. “Wo wir aber eine sehr harte Fehleranalyse bei uns machen müssen, ist im Bereich der Altenheime. Es ist nicht akzeptabel, dass dort so viele Menschen an einer Covid-Infektion gestorben sind.” Zudem sei die Vergabe von Impfterminen für die über 80-Jährigen “zu oft auch nicht gut organisiert gewesen”. Dies habe zu viel Verunsicherung geführt.

Deutschland steht nach Ansicht von Brinkhaus mit den geltenden Freiheitsbeschränkungen und Eingriffen wie Schließung von Schulen und Geschäften im internationalen Vergleich aber dennoch gut da. “Viele Länder in Europa sind auch noch in Lockdown-Maßnahmen – teilweise härter als bei uns. Wir sind in vielen Bereichen immer noch gut aufgestellt.”

 Brinkhaus Brinkhaus,

Keine halben Sachen machen – das ist die Devise von Unionsfraktionschef Brinkhaus beim Thema Lockdown

Einreisesperren von diesem Samstag an

Um die Infektionszahlen herunter zu drücken, gilt in Deutschland von diesem Samstag an eine weitreichende Einreisesperre für Menschen aus Ländern, in denen es eine starke Verbreitung besonders ansteckender Coronavirus-Varianten gibt. Das Kabinett beschloss ein Beförderungsverbot für Fluggesellschaften, Bahn-, Bus- und Schiffsunternehmen bis zum 17. Februar.

Ausnahmen gelten unter anderem für alle Deutschen und in Deutschland lebende Ausländer sowie für Transitpassagiere und den Warenverkehr. Betroffen sind zunächst Großbritannien, Irland, Portugal, Südafrika und Brasilien, ab Sonntag auch die kleinen afrikanischen Staaten Lesotho und Eswatini.

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Die Einreisesperre betrifft vor allem die Fluggesellschaften. Allein die Lufthansa bietet derzeit 55 Hin- und Rückflüge pro Woche in die betroffenen Länder an. Wegen der zahlreichen Ausnahmeregeln dürften aber nicht alle gestrichen werden.

haz/ml (dpa, afp, rtr)




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