US-Comedy-As Carl Reiner ist tot | Aktuell Amerika | DW

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Carl Reiner sei am Montag im Alter von 98 Jahren in Los Angeles gestorben, teilte seine Assistentin Judy Nagy mit. Auch sein Sohn Rob Reiner, ebenfalls ein erfolgreicher Regisseur, bestätigte den Tod. Er twitterte: “Während ich dies schreibe, schmerzt mein Herz. Er war mein Vorbild.” Medienberichten zufolge verstarb der Filmemacher, der jahrzehntelang auch als Schauspieler gearbeitet hatte und als Legende der Comedy-Branche gilt, in seinem Haus im kalifornischen Beverly Hills eines natürlichen Todes.

Zahlreiche Kollegen und Fans betrauerten die Nachricht vom Tod Carl Reiners im Internet. “Auf Wiedersehen, mein großartigster Mentor – bei Filmen und beim Leben”, schrieb der Schauspieler Steve Martin. Sein Kollege Jason Alexander erklärte, Reiner sei ein “wundervoller Mann” gewesen, der ein “wundervolles Leben” gelebt habe. “Carl Reiner war ein Comedy-Genie. Oft hat dieses Genie andere Leute noch lustiger gemacht. Aber wenn man ihm eine Bühne gegeben hat, konnte er aus jedem Moment ein Lachen zaubern.” New Yorks Gouverneur Andrew Cuomo kondolierte der Familie und schrieb, Reiners Comedy sei zeitlos. “Er hat Amerika zum Lachen gebracht – ein echtes Geschenk.”

Glanzrolle in “Ocean’s Eleven”

Reiner wurde 1922 als Kind österreichischer Einwanderer in New York geboren. Er diente nach der Schule im Militär, wurde Schauspieler und später Regisseur. Zudem erfand er die in den USA in den 1960er Jahren sehr erfolgreiche Sitcom “The Dick Van Dyke Show”. Große Erfolge als Regisseur feierte er unter anderem mit “Oh Gott…” (1977), “Reichtum ist keine Schande” (1979) und “Solo für 2” (1984). Als Schauspieler glänzte er unter anderem in der Gaunerkomödie “Ocean’s Eleven” und deren Fortsetzungen sowie in zahlreichen anderen Filmen und Fernsehserien. Im Laufe seiner Karriere arbeitete er mit Komikern wie Mel Brooks und Steve Martin zusammen.

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Carl Reiner blieb auch im hohen Alter aktiv. In den 2000er Jahren verkörperte er in den Krimi-Komödien “Ocean’s Eleven”, “Ocean’s 12” und “Ocean’s 13” an der Seite von George Clooney und Brad Pitt den betagten Ganoven Saul Bloom. Zudem arbeitete er in den letzten Jahren noch als Synchronsprecher für Zeichentrickfilme.

Al Pacino Oceans Thirteen (AP)

Carl Reiner – der Mann mit dem gelben Hut – in dem Kinofilm “Ocean’s 13” (2007)

Vater-Sohn-Erfolgsduo

Im Jahr 2000 wurde Reiner mit dem Mark-Twain-Preis für Humor des Kennedy Centers in Washington ausgezeichnet. 2017 verewigte er gemeinsam mit Sohn Rob Hände und Füße in Hollywood – in Zement vor dem Chinese Theater in Los Angeles. Dabei verriet er auch seinen Lieblingsfilm: “Die Braut des Prinzen”, gedreht 1987 von Rob Reiner. “Jedes Mal wenn es einem schlecht geht, muss man nur ‘Die Braut des Prinzen’ anschauen – und danach lächelt man wieder.”

Neben Rob, der unter anderem auch den Kinohit “Harry und Sally” realisierte, hatte Carl Reiner mit seiner 2008 gestorbenen Ehefrau Estelle noch die beiden Kinder Annie und Lucas. Nur drei Tage vor seinem Tod hatte Reiner sich auf Twitter für ein langes und erfülltes Leben bedankt. Er habe durch seine Heirat mit seiner Frau Estelle Lebost und das Großziehen von drei gemeinsamen Kindern das “bestmögliche Leben” geführt.

kle/wa (dpa, afp, rtre)




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