US-Notenbank hält an lockerer Geldpolitik fest | Aktuell Amerika | DW

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Die Fed beließ den Leitzins auf dem historisch niedrigen Niveau von null bis 0,25 Prozent. Dieses Niveau sei angemessen, bis am Arbeitsmarkt Vollbeschäftigung herrsche und das Inflationsziel von rund zwei Prozent erreicht worden sei, teilte die Zentralbank nach einer Sitzung des zuständigen Geldmarktausschusses mit.

Auch die Käufe von Wertpapieren in Höhe von 120 Milliarden US-Dollar pro Monat durch die Fed werden demnach fortgesetzt. Die Zentralbank stehe weiter bereit, die Wirtschaft “mit der vollen Bandbreite an Instrumenten” bei der Erholung von der Corona-Krise zu unterstützen, bis erhebliche Fortschritte bei Preisstabilität und Arbeitslosigkeit erreicht seien, hieß es.

Jerome Powell FED Chef US Notenbank

Jerome Powell, der Chef der US-Notenbank

Die US-Notenbank unterstützt die 2020 von der Corona-Krise hart getroffene Konjunktur noch immer mit großen monatlichen Wertpapierkäufen, auch wenn die Wirtschaft mittlerweile wieder kräftig wächst. Das billige Geld könnte allerdings die Gefahr von Blasen an den Börsen und am Immobilienmarkt befördern, warnen Kritiker.

Noch keine Pflöcke eingeschlagen

“Die US-Notenbanker haben heute keine wesentlichen neuen geldpolitischen Pflöcke eingerammt, aber sie signalisieren, dass ein Zurückfahren des Anleihekaufprogramms langsam, aber sicher näher rückt”, sagte der Ökonom der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW),  Elmar Völker. Nach Angaben von Fed-Chef Jerome Powell sollte dieses Thema auf der Sitzung bereits angeschnitten werden. Mit einem konkreten Fahrplan für ein Zurückfahren der Konjunkturhilfen – im Fachjargon Tapering genannt – rechnen Experten aber vorerst noch nicht.

Durch die Deltamutation des Coronavirus drohten neue Risiken für den Konjunkturausblick, so Ökonom Bastian Hepperle vom Bankhaus Lampe: “Sofern Konjunktur und Finanzmärkte in nächster Zeit keinen Strich durch die Rechnung machen, dürften die konkreten Tapering-Entscheidungen im vierten Quartal fallen.” Die Umsetzung werde dann voraussichtlich das ganze Jahr 2022 in Anspruch nehmen.

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Unmittelbar nach dem Fed-Entscheid weiteten die US-Standardwerte ihre Verluste aus. Der Dollar legte zum japanischen Yen 0,3 Prozent zu.

kle/ei (dpa, rtr)




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