US-Pipeline nimmt nach Hackerangriff Betrieb wieder auf | Aktuell Amerika | DW

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Die größte Sprit-Pipeline der USA nimmt nach dem folgenschweren Hackerangriff den Betrieb langsam wieder auf. Es werde aber noch einige Tage dauern, bis die Versorgung über das knapp 9000 Kilometer lange Röhren-Netzwerk wieder normal laufe, teilte die Betreibergesellschaft Colonial mit. Durch die Leitungen fließt normalerweise fast die Hälfte aller an der amerikanischen Ostküste verbrauchten Kraftstoffe an Benzin, Diesel und Kerosin.

Das Unternehmen hatte in der vergangenen Woche bestimmte Systeme nach der Cyberattacke vom Netz genommen, um die Bedrohung zu reduzieren. Der Betrieb der Pipeline ruhte danach. Auf dem Weltmarkt führte dies zu einem Anstieg der Preise für Rohöl und Benzin.

Hamsterkäufe an US-Tankstellen 

In vielen Bundesstaaten im Südosten der USA gab es massive Engpässe in der Versorgung. In North Carolina hatten Tankstellen kaum noch Benzin. In Virginia waren mehr als die Hälfte aller Tankstellen betroffen, ähnlich sah es in South Carolina und Georgia aus. An Zapfsäulen bildeten sich lange Schlangen, es kam zu chaotischen Szenen. Die US-Verbraucherschutzbehörde CPSC sah sich dazu gezwungen, via Twitter davor zu warnen, Benzin in Plastiktüten abzufüllen.

USA I Autos an einer Tankstelle

Viele Autos, aber kaum oder gar kein Sprit an den Tankstellen – hier in East Ridge, Tennessee

Nach Einschätzung von Branchenexperten dürfte es etwa zwei Wochen lang dauern, bis die Kraftstoff-Lager in den USA wieder aufgefüllt sind. Colonial erklärte, man arbeite mit Experten für Cybersicherheit zusammen, um den Angriff zu untersuchen. Vor Beginn des Neustarts habe man zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen ergriffen. Die amerikanische Bundespolizei macht eine Hackergruppe mit dem Namen “Darkside” für die Attacke verantwortlich.

Die Ölpreise sanken an diesem Donnerstag im frühen Handel wieder. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete 68,37 US-Dollar. Das waren 95 Cent weniger als am Mittwoch. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) ging mit 94 Cent auf 65,14 Dollar ähnlich stark zurück.

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se/haz (rtr, ap, dpa)




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