US-Präsident Trump muss nicht beatmet werden | Aktuell Amerika | DW

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“Heute früh geht es dem Präsidenten sehr gut”, sagte Trumps Leibarzt Sean Conley, der in Begleitung von neun Ärzten und Pflegekräften vor die Kameras trat. Dem Bulletin zufolge muss der mit dem Coronavirus infizierte Trump nicht beatmet werden, er habe auch keine Probleme mit der Atmung gehabt. Während er in der Nacht von Donnerstag auf Freitag erhöhte Temperatur hatte, sei er inzwischen seit mehr als 24 Stunden fieberfrei. In einigen Berichten war spekuliert worden, dass Trump Schwierigkeiten mit der Atmung gehabt habe. Die Frage ist nicht nur wichtig, weil sie ein Bild des Zustands Trumps gibt. Sie gibt auch Hinweise darauf, ob Trump weiterhin die Amtsgeschäfte ausüben kann. 

Ein anderes Bild

Reporter, die den Präsidenten normalerweise begleiten, zitierten allerdings eine informierte Quelle, wonach die Werte Trumps in den vergangenen 24 Stunden “sehr besorgniserregend” gewesen seien. Die nächsten 48 Stunden seien entscheidend. “Wir befinden uns noch immer nicht auf einem klaren Weg zu einer vollständigen Genesung.” Die Quelle wollte namentlich nicht zitiert werden. Der US-Sender ABC schilderte die Situation im Weißen Haus durchaus besorgniserregend. 

So als wollte er solchen Berichten sofort entgegentreten, wurde über den Twitter-Account Trumps erneut ein Dank an die Ärzte und das medizinische Personal im Walter Reed Medical Center veröffentlicht:

Wenige Fragen

Bei dem Briefing vor der Tür des Militärhospitals in Maryland bei Washington traten alle Mediziner mit Mund-Nasen-Schutz auf und nahmen diesen lediglich ab, wenn sie ihre Statements abgaben oder einige der wenigen möglichen Fragen beantworteten. Die Ärzte seien sehr zufrieden mit den Fortschritten bei Trumps Behandlung. Der 74-jährige Staatschef war am Freitagabend (Ortszeit) per Hubschrauber in das Krankenhaus geflogen worden. Das Weiße Haus sprach von einer Vorsichtsmaßnahme auf Empfehlung der Ärzte. Conley wollte kein Datum für eine Entlassung Trumps aus dem Krankenhaus angeben. In einem nur wenige Sekunden langen Video hatte sich Trump für die vielen guten Wünsche bedankt, bevor er ins Hospital gebracht wurde. 

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In einer Erklärung zuvor hatte Conley mitgeteilt, dass Trump unter anderem mit dem Medikament Remdesivir behandelt werde. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) wird Remdesivir gemäß Zulassung in der EU über insgesamt fünf bis maximal zehn Tage verabreicht. Eine engmaschige Überwachung sei notwendig. Mediziner sehen Remdesivir, das ursprünglich zur Behandlung von Ebola entwickelt wurde, nicht als Allheilmittel bei einer COVID-19-Erkrankung, oft aber als hilfreich. Nach Angaben des Herstellers kann es das Sterberisiko bei einem schweren Verlauf der Corona-Krankheit COVID-19 deutlich vermindern.

USA | Coronavirus | Donald Trump im Walter-Redd Militärkrankenhaus | PK Sean Dooley (Brendan Smialowski/AFP/Getty Images)

Trumps Leibarzt Sean Conley

Unterdessen stellt sich heraus, dass die Pressekonferenz im Rosengarten des Weißen Hauses vor einer Woche zur Vorstellung der Kandidatin für den freien Posten am Supreme Court, Amy Coney Barrett, für Ansteckungen mit dem gefährlichen Krankheitserreger gesorgt hat. Auf Fotos und Videos ist zu sehen, dass wenige Masken trugen oder Abstand hielten. Teilnehmer umarmten sich oder schüttelten sich die Hände.

Auch mehrere Senatoren infiziert

Bei mindestens sieben Teilnehmern fielen seitdem Corona-Tests positiv aus: Neben dem Präsidenten und First Lady Melania Trump sind das die frühere Trump-Beraterin Kellyanne Conway, die Senatoren Mike Lee und Thom Tillis, der Präsident der katholischen Universität Notre Dame, John Jenkins, sowie ein Reporter. In einem anderen Zusammenhang hat sich auch der republikanische Senator Ron Johnson angesteckt. 

ml/sti (CNN, rtr, dpa, ap)




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