USA rufen wegen Ukraine UN-Sicherheitsrat an | Aktuell Welt | DW

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Auf Antrag der USA wird sich das höchste Gremium der Vereinten Nationen am Montag mit der Ukraine-Krise beschäftigen. Die Regierung in Washington habe den UN-Sicherheitsrat aufgefordert, sich wegen der „eindeutigen Bedrohung des internationalen Friedens und der Sicherheit“ durch Russland in einer öffentlichen Sitzung mit dem Thema zu befassen, teilte die US-Botschafterin bei den UN, Linda Thomas-Greenfield, mit. Russland habe mehr als 100.000 Soldaten an der ukrainischen Grenze stationiert und verfolge „weitere destabilisierende Handlungen gegen die Ukraine“, so Thomas-Greenfield. Dies stelle eine klare Bedrohung dar.

Den Westen treibt angesichts des russischen Truppenaufmarschs die Sorge um, dass Russland nach der Annexion der Krim 2014 derzeit einen Einmarsch in sein Nachbarland vorbereitet. Der russische Präsident Wladimir Putin weist dies kategorisch zurück. Gleichzeitig fordert er von den USA und der NATO Abkommen, mit denen eine Osterweiterung der Allianz sowie die Errichtung von US-Militärstützpunkten in Staaten der ehemaligen sowjetischen Einflusssphäre untersagt werden.

Von den Beratungen des UN-Sicherheitsrates werden keine Lösungsansätze erwartet, da Russland als ständiges Mitglied ebenso wie die USA, Frankreich, Großbritannien und China ein Vetorecht hat. Vielmehr könnten die USA die internationale Bühne als Druckmittel auf Moskau nutzen.

Biden telefoniert mit Selenskyj

US-Präsident Joe Biden versicherte in einem Telefonat mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj nochmals seine Unterstützung im Falle eines russischen Einmarschs. Nach Angaben des Weißen Hauses bekräftigte Biden die Bereitschaft der USA, „gemeinsam mit ihren Verbündeten und Partnern entschlossen zu reagieren, falls Russland weiter in die Ukraine eindringt“. Die US-Regierung prüfe „zusätzliche makroökonomische Unterstützung, um der ukrainischen Wirtschaft unter dem Druck der russischen Aufrüstung zu helfen“, hieß es aus Washington.

Die Präsidenten der Ukraine und Polens, Wolodymyr Selenskyj und Andrezej Duda

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Vor einer Woche warb Präsident Wolodymyr Selenskyj (l.) in Polen bei Präsident Andrezej Duda um Unterstützung

Selenskyj ließ verlauten, beide Politiker hätten „ein langes Telefongespräch“ geführt, in dem sie die jüngsten diplomatischen Bemühungen um eine Deeskalation erörtert und sich auf gemeinsame Maßnahmen für die Zukunft geeinigt hätten. Er bedankte sich für die US-Waffenlieferungen und erklärte, es sei auch über Möglichkeiten der finanziellen Unterstützung für die Ukraine gesprochen worden.

USA werfen Russland weitere Truppenverlegung vor 

Russland soll nach US-Angaben an der Grenze zur Ukraine weitere Truppen zusammengezogen haben. „Was die russische Aufrüstung betrifft, so sehen wir – auch in den vergangenen 24 Stunden – eine weitere Ansammlung von Kampftruppen, die von den Russen im westlichen Teil ihres Landes und in Belarus aufgestellt wurden“, sagte Pentagon-Sprecher John Kirby. Er wollte nicht sagen, wie viele bewaffnete Kräfte zuletzt hinzugekommen seien.

Russische Kampfpanzer bei einer Übung am Donnerstag in der Region Rostow, die im Nordwesten an die Ukraine grenzt

Russische Kampfpanzer bei einer Übung am Donnerstag in der Region Rostow, die im Nordwesten an die Ukraine grenzt

Der Sprecher des US-Verteidigungsministeriums kündigte zugleich weitere Militärhilfe für die Ukraine an. Die nächsten Lieferungen sollten bald vor Ort eintreffen. „Wir werden nicht alle Gegenstände, die in diesen Lieferungen enthalten sind, im Einzelnen aufführen“, so Kirby weiter.

se/AR (afp, ap, dpa, rtr)




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