USA streichen FARC von der Terrorliste | Aktuell Amerika | DW

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Die USA werden die frühere kolumbianische Guerilla-Organisation FARC von ihrer Schwarzen Liste ausländischer Terrororganisationen streichen. Die US-Regierung habe den Kongress über den geplanten Schritt informiert, hieß es aus Kreisen des Kongresses. Der Sprecher des US-Außenministeriums, Ned Price, teilte mit, die Regierung habe die beiden Parlamentskammern in Washington über „bevorstehende Maßnahmen“ in Bezug auf die FARC informiert.

An diesem Mittwoch ist der fünfte Jahrestag des Friedensabkommens mit den FARC-Rebellen. Die linksgerichteten Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens hatten einen jahrzehntelangen Guerillakrieg gegen die kolumbianische Regierung geführt. Ende 2016 legten die meisten ihrer rund 13.000 Kämpfer im Rahmen des Friedensabkommens ihre Waffen nieder. Inzwischen hat sich die Bewegung in eine Partei umgewandelt.

Price bezeichnete die Unterzeichnung des Friedensabkommens, das unter der Vermittlung des damaligen US-Präsidenten Barack Obama zustande kam, als „entscheidenden Wendepunkt in dem langjährigen Kolumbien-Konflikt“. Die USA hatten die FARC 1997 auf die Terrorliste gesetzt. Die Auflistung ermöglicht unter anderem finanzielle Sanktionen gegen Gruppen oder Einzelne – nun könnten Projekte, an denen ehemalige FARC-Mitglieder beteiligt sind, von den USA unterstützt werden.

Anerkennung aus den Vereinten Nationen

Zum Jahrestag des Friedensabkommens vom 24.11.2016 hat UN-Generalsekretär António Guterres Kolumbien besucht. Kolumbien sei „ein sehr wichtiges Beispiel für die Bestätigung des Friedens in einer Welt, in der wir leider so viele Konflikte erleben“, sagte Guterres bei seiner Ankunft in Bogotá. „Es ist sehr wichtig, ein Land zu besuchen, in dem Frieden geschaffen wird.“

UN-Generalsekretär António Guterres hinter Mikrofonen

UN-Generalsekretär Antonio Guterres bei seiner Ankunft in Bogota

Guterres wird noch in die nordwestliche Provinz Antioquia reisen und einen Ort besuchen, an dem ehemalige FARC-Rebellen an einem Programm zur Reintegration in die Gesellschaft teilnehmen. Er wird vom kolumbianischen Präsidenten Ivan Duque begleitet und voraussichtlich mit dem ehemaligen FARC-Kommandanten Rodrigo Londoño, bekannt als Timochenko, zusammentreffen.

fab/AR (afp, rtr)




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