USA: Taliban werden nach Taten beurteilt | Aktuell Asien | DW

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„Offen und professionell“ seien die Gespräche verlaufen, hieß es aus US-Kreisen nach dem Treffen in der katarischen Hauptstadt Doha. Wie der Sprecher des US-Außenministeriums, Ned Price, in einem Statement mitteilte, konzentrierten sich die Gespräche am Samstag und Sonntag auf „Sicherheits- und Terrorismusfragen“.

Weitere Schwerpunkte waren demnach die Menschenrechtslage sowie die „Beteiligung von Frauen und Mädchen an allen Aspekten der afghanischen Gesellschaft“. Auch die sichere Ausreise von US-Bürgern, anderen ausländischen Staatsangehörigen und Afghanen sei zur Sprache gekommen. Außerdem hätten beide Seiten die Bereitstellung umfassender humanitärer Hilfe erörtert. Ob es zu konkreten Vereinbarungen gekommen ist, wurde nicht bekannt.

Die US-Seite bekräftigte jedoch, dass die Taliban nach ihren Taten und nicht nur nach ihren Worten beurteilt werden würden. Die Vereinigten Staaten hatten die Gespräche in Doha am Freitag angekündigt. Sie waren für zwei Tage angesetzt und wurden auf US-Seite vom stellvertretenden Sonderbeauftragten des US-Außenministeriums, Tom West, und einer hochrangigen Vertreterin der US-Behörde für internationale Entwicklung (USAID), Sarah Charles, geleitet.

Katar Doha Taliban

Delegierte der Taliban und aus Katar bei einem Treffen in Doha am Samstag, 9. Oktober 2021

Warnung der Taliban

Am Samstag hatten die Taliban die USA vor einer gezielten Schwächung ihrer Regierung in Kabul gewarnt. „Wir haben ihnen klar gesagt, dass es für niemanden gut wäre zu versuchen, die Regierung in Afghanistan zu destabilisieren“, sagte der afghanische Außenminister Amir Chan Muttaki am Samstag in Doha der afghanischen Nachrichtenagentur Bachtar.

 „Gute Beziehungen zu Afghanistan kommen allen zugute“, sagte Muttaki in einer Aufnahme, die der Nachrichtenagentur AFP eigenen Angaben zufolge vorlag. Eine Schwächung der Taliban-Regierung in Kabul „könnte zu Problemen für die Bevölkerung führen“.

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Die USA hatten im August nach zwei Jahrzehnten im Rahmen einer Vereinbarung mit den Islamisten Afghanistan verlassen. Die Taliban bemühen sich seitdem um die internationale Anerkennung ihrer Übergangsregierung sowie um humanitäre Hilfe, um eine Hungerkatastrophe in dem von ausländischen Entwicklungsgeldern abhängigen Land zu verhindern. Das Land sieht sich mit einer Versorgungs- und Wirtschaftskrise konfrontiert.

mak/wa (dpa, afp, rtr)




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